Motorradfahrer verletzt sich in Bern bei Zirkus-Knie-Vorstellung
«Während der Nummer gab es eine Kollision, weil einer der Fahrer von der vorgesehenen Spur abgekommen ist», sagte Livia Longo, Medienassistentin beim Zirkus Knie, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie bestätigte damit einen Bericht eines Augenzeugen, der den Unfall in der «Globe of Speed» genannten Motorradkugel im Zirkuszelt auf der Grossen Allmend beobachtet hatte.
Bei der Nummer drehen mehrere Fahrer mit Motorrädern in einer Stahlkugel ihre Runden und wagen gemäss der Internetseite des Zirkus «riskante Fahrmanöver». «Es geschah am Ende der Nummer, als acht Motorräder in dieser Kugel waren und am Schluss alle aufeinander lagen», berichtete der Augenzeuge weiter.
«Es handelte sich um einen Fahrfehler aufgrund eines kurzen Moments der Unachtsamkeit», führte Longo dazu weiter aus. Ernsthaft verletzt worden sei keiner der Fahrer aus Südamerika. Allen gehe es «den Umständen entsprechend gut». Gemäss der Medienassistentin musste einer der Fahrer mit leichten Verletzungen im Spital behandelt werden.
Keine Motorradkugel am Sonntagabend
Die Motorradkugel war die letzte Nummer vor der geplanten Pause. Nach dieser ging die Vorstellung gemäss der Medienassistentin weiter. Im Abendprogramm war die Motorradkugel nicht mehr zu sehen. «Die Nummer wird aber nicht generell aus dem Programm gestrichen», führte Longo weiter aus. Sämtliche weitere Vorstellungen in Bern finden wie geplant statt.
Nach jeder Vorstellung würden die Abläufe gemeinsam mit den beteiligten Artistinnen und Artisten während eines Debriefings besprochen. «Selbstverständlich wird auch dieser Vorfall sorgfältig aufgearbeitet und analysiert, um den Hergang genau nachzuvollziehen und die bestehenden Sicherheitsprozesse laufend zu überprüfen», so Longo weiter.