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Julius Bär kündigt Aktienrückkauf über 600 Millionen Franken an

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Julius Bär kündigt Aktienrückkauf über 600 Millionen Franken an

2. Oktober 2026, 07:43 Uhr
Die Vermögensverwaltungsbank Julius Bär kauft eigene Aktien im Umfang von bis zu 600 Millionen Franken zurück. Nach dem Abschluss der Untersuchung zum Signa-Debakel ist der Weg dafür frei.(Symbolbild)
© Keystone/MICHAEL BUHOLZER
Julius Bär will eigene Aktien im Umfang von bis zu 600 Millionen Franken zurückkaufen. Die Bank hat dazu die Genehmigung der Finanzmarktaufsicht Finma erhalten, nachdem die Behörde am Dienstag den Abschluss der Untersuchung zum Signa-Debakel mitgeteilt hatte.

Die Rückkäufe sollen nun in den kommenden Wochen starten und innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden, teilte Julius Bär am Freitag mit. Die Durchführung hänge von den vorherrschenden Marktbedingungen ab. Die Aktien werden über eine zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange gekauft.

Überarbeitete Ausschüttungspolitik

Gleichzeitig kündigte die Vermögensverwaltungsbank eine Überarbeitung ihrer Kapitalausschüttungspolitik an. Demnach sollen auch künftig zwischen 40 und 60 Prozent des IFRS-Konzerngewinns ausgeschüttet werden. Ziel sei eine progressive Dividende je Aktie, sofern keine aussergewöhnlichen Ereignisse einträten.

Bezüglich der Kapitalisierung verpflichte sich Julius Bär auch weiterhin zur Aufrechterhaltung einer «soliden Kapitalausstattung» mit einer angestrebten Kernkapitalquote (CET1) von 15 Prozent. Per Mitte 2026 lag die CET1-Kapitalquote der Bank bei 18,5 Prozent.

Die überarbeitete Kapitalpolitik spiegle den stark kapitalgenerierenden Charakter des Geschäfts wider, wird VR-Präsident Noel Quinn in der Mitteilung zitiert. Überschüssiges Kapital werde an die Aktionäre zurückgeführt, gleichzeitig bleibe die finanzielle Stärke und Flexibilität zur Umsetzung der bestätigten Finanzziele für den aktuellen Zyklus 2026-2028 gewahrt.

Sofortmassnahmen gelockert

Die Finma hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie ihr seit fast zwei Jahren laufendes Enforcement-Verfahren gegen Julius Bär wegen der hohen Verluste auf Krediten an den zusammengebrochenen Immobilienkonzern Signa des österreichischen Investors René Benko abgeschlossen habe.

Die Aufsichtsbehörde hatte gleichzeitig gewisse während der Untersuchung verhängte Sofortmassnahmen bezüglich Eigenkapital und Liquidität gelockert respektive aufgehoben. Julius Bär hatte bereits in einer ersten Reaktion mitgeteilt, bei der Finma umgehend die Genehmigung für Aktienrückkäufe beantragt zu haben.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Oktober 2026 07:43
aktualisiert: 2. Oktober 2026 07:43