Masern

Hotelfachschule Lausanne wegen Masernwelle geschlossen

2. Februar 2024, 17:12 Uhr
An der Hotelfachschule Lausanne (EHL) kam es zu mehreren Masernfällen. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Der Campus der Hotelfachschule Lausanne (EHL) bleibt wegen mehreren Fällen von Maserninfektionen bis zum 18. Februar geschlossen. Seit Mitte Januar erkrankten sechs Studierende an Masern und etwa 20 weitere wiesen Symptome auf.

Aufgrund dieser Entwicklungen und der Anweisung des Kantonsarztes müsse der EHL Campus in Lausanne geschlossen werden, hiess es in einer am Freitag auf der Internetseite der Hotelfachschule veröffentlichten Mitteilung. «Wir haben die Verantwortung, alle möglichen Massnahmen zu ergreifen, um eine mögliche Ausbreitung zu begrenzen und nach sorgfältiger Überlegung ist die Schliessung des Campus die beste Garantie dafür», wird der Chef der EHL-Gruppe, Markus Venzin, zitiert.

Die Studierenden, die während der Schliessung auf dem Campus bleiben, werden laut der Mitteilung hauptsächlich in den Wohnheimen untergebracht. Sie werden online unterrichtet. Nach Angaben auf der Internetseite sind derzeit rund 3950 Personen als Studierende an der EHL eingeschrieben. Etwas weniger als 1000 davon wohnen auf dem Campus.

Aufruf zu Impfung

Das kantonale Gesundheitsamt habe inzwischen eine Überprüfung des Masern-Impfstatus bei allen Studierenden, Mitarbeitenden und Lehrkräften angeordnet, die sich derzeit auf dem Campus aufhalten, hiess es weiter. Die EHL empfiehlt allen Studierenden und Mitarbeitenden, ihren Impfstatus zu überprüfen und sich gegebenenfalls impfen zu lassen sowie in den kommenden Tagen soziale Interaktionen, insbesondere mit Risikopersonen, einzuschränken.

Ziel ist es, den Campus am 19. Februar ohne Verzögerung für das neue Semester wieder zu öffnen.

Fieber und Ausschlag

Die Masern sind eine sehr ansteckende virale Infektionskrankheit. Sie wird durch Tröpfchen übertragen, etwa, wenn Infizierte husten oder niesen. Infizierte haben in der Regel zunächst Fieber, Husten, Schnupfen und Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum, danach Ausschlag.

Bei jedem zehnten Betroffenen gibt es Komplikationen, bis hin zu lebensgefährlichen Gehirnentzündungen. Masern können mit zwei Impfdosen verhindert werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Februar 2024 17:12
aktualisiert: 2. Februar 2024 17:12