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Grotesk, lustvoll, barock: Der Autor Gerold Späth ist gestorben

Todesfall

Grotesk, lustvoll, barock: Der Autor Gerold Späth ist gestorben

15. Oktober 2026, 11:48 Uhr
Die Bücher von Gerold Späth strotzen vor barocker Fülle, Sprachlust und der Freude an der Groteske. Nun ist der Autor aus Rapperswil am Zürichsee gestorben. Seine Bücher weisen ihn unbestritten als wichtige Stimme deutschschweizerischer Literatur aus. (Archivbild)
© Keystone/CHRISTOPH RUCKSTUHL
Nur zwei Tage vor seinem 87. Geburtstag ist der Schweizer Autor Gerold Späth gestorben. In den 1970-er und 1980-er Jahren galt er als eine der markantesten Stimmen der Deutschschweizer Literatur.

«Mit Gerold Späth verlieren wir einen grossen Erzähler» schrieb der Lenos Verlag am Donnerstag zum Tod des Autors, den die Familie dem Verlag mitgeteilt hatte. Gestorben ist Späth am 14. Oktober.

Bereits mit seinem Debüt «Unschlecht» legte Späth 1970 ein literarisches Glanzstück vor. Er stellte sich als Autor vor, dessen Bücher «von barocker Fülle, Sprachlust, derber Komik und abgründiger Melancholie» geprägt sind. So formulierte es der Lenos Verlag.

Gerold Späth wurde 1939 in eine Orgelbauerdynastie in Rapperswil am oberen Zürichsee geboren. In seinen Werken prangerte er die Enge, die Selbstgerechtigkeit und die Doppelmoral der heilen Schweizer Welt an. Einen neuen Rabelais, modernen Grimmelshausen oder Schweizer Boccaccio hat man ihn genannt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Oktober 2026 11:48
aktualisiert: 15. Oktober 2026 11:48