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National League

EV Zug nähert sich der Tabellenspitze an

31. Oktober 2023, 22:39 Uhr
Der EV Zug jubelt in der Resega. Die Zuger gestalteten acht ihrer letzten neun Spiele siegreich
© KEYSTONE/TI-PRESS/Alessandro Crinari
Der EV Zug setzt seine Aufholjagd in der Eishockeymeisterschaft der National League fort. Zug gewinnt in Lugano 4:1. Das sind die Fakten der Spiele vom Dienstag.

Die Zuger hielten Luganos Paradelinie um Daniel Carr und Calvin Thürkauf im Schach und ging in den ersten 28 Minuten durch Andreas Wingerli, Dario Allenspach und Niklas Hansson (erstes Saisontor) 3:0 in Führung. Zug gewann acht der letzten neun Spiele. Auswärts holten die Innerschweizer aus den letzten sieben Partien sogar 19 Punkte (6 Siege plus 1 Niederlage nach Verlängerung). Obwohl Zug in der Resega zu Beginn des Schlussabschnitts schon 4:0 führte, kamen die Innerschweizer nicht annähernd an den höchsten Auswärtssieg in Lugano ran: Am 2. November 2010 siegte Zug in Lugano sogar 8:0.

Ajoies klarer Sieg

Im Duell zwischen Ajoie (14.) und Kloten (13.) setzten sich die Jurassier dank grosser Effizienz 5:2 durch. Seit dem Wiederaufstieg vor zweieinhalb Jahren siegte der HC Ajoie bloss einmal, im September 2021, noch deutlicher: Damals 4:0 gegen Ambri-Piotta. Immerhin führte Ajoie in der fast ausverkauften Patinoire d'Ajoie diesmal zweimal (4:0 und 5:1) mit vier Treffern Unterschied. Alle fünf Goals für Ajoie erzielten kanadische Akteure: Daniel Audette gelangen erstmals in der Schweiz zwei Tore im gleichen Spiel, ausserdem reüssierten Jonathan Hazen (2:0) und Eric Gelinas (4:0 und 5:1).

Langnaus Powerplay

Auch bei SCL Tigers (11.) gegen die Rapperswil-Jona Lakers (10.) standen sich zwei Tabellen-Nachbarn gegenüber. Langnau setzte sich auf unübliche Art und Weise durch. Die Emmentaler - das Team mit dem schwächsten Überzahlspiel der Liga - nützte die ersten zwei Powerplay-Chancen zu den ersten zwei Toren. Flavio Schmutz und Aleksi Saarela erzielten in der 19. und 41. Minute das 1:0 und 2:0. Aus den vorangegangenen 15 Direktbegegnungen gegen die Lakers hatte Langnau lediglich eine (!) gewonnen. Dem formstarken Langnauer Goalie Stéphane Charlin gelangen 26 Paraden. Allerdings wurde ihm zum zweiten Mal nacheinander (nach dem 1:1-Ausgleich in Ambri letzten Samstag 0,2 Sekunden vor Schluss) im Finish der zweite Shutout im Monat Oktober ruiniert.

Finnische Power

Dank Finnland-Power gewann der HC Ambri-Piotta in Lausanne mit 2:1 nach Verlängerung. Die Waadtländer dominierten die Partie mit 43:16 Torschüssen, fanden aber kein Rezept gegen Goalie Janne Juvonen (42 Paraden). Ausserdem traf der finnische Verteidiger Jesse Virtanen, der schon am Samstag gegen Langnau mit dem Ausgleichstreffer 0,2 Sekunden vor Schluss einen Sieg Ambris eingeleitet hatte. In der Verlängerung bezwang Dario Bürgler nach bloss elf Sekunden Lausannes Keeper Kevin Pasche (14 Paraden), der im dritten NLA-Spiel erstmals verlor. Ambri kam nach dem Sieg in Zug zum zweiten Auswärtserfolg hintereinander, derweil Lausanne fünf der letzten sechs Heimpartien verlor.

Zürichs Finish

Innerhalb von zwölf Sekunden entschieden Denis Malgin und Justin Sigrist mit den Goals vom 2:1 zum 4:1 in der 58. Minute die Partie für die ZSC Lions gegen den SC Bern. Beide Teams hatten vorher vier von fünf Partien gewonnen. Keine Werbung in eigener Sache machten Berns zweiter Torhüter Philip Wüthrich. Der Stammtorhüter der letzten Saison kam zu seinem sechsten Einsatz und ermöglichte schon nach 27 Sekunden mit einem vertändelten Puck dem ZSC die Führung durch Juho Lammiko. Das Duell gegen Simon Hrubec (30 Paraden und nur 1 Gegentor) verlor Wüthrich klar.

Telegramme:

ZSC Lions - Bern 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

11'319 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Duc/Urfer. - Tore: 1. (0:27) Lammikko 1:0. 32. Lehtonen (Andrighetto) 2:0. 36. Honka (Scherwey, Bader) 2:1. 58. (57:38) Malgin (Grant, Andrighetto) 3:1. 58. (57:50) Sigrist (Lammikko, Frödén) 4:1. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Frödén; Kahun.

ZSC Lions: Hrubec; Weber, Lehtonen; Kukan, Geering; Trutmann, Marti; Ustinkov; Chris Baltisberger, Malgin, Balcers; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Andrighetto; Bodenmann, Sigrist, Riedi; Baechler.

Bern: Wüthrich; Loeffel, Nemeth; Untersander, Kreis; Honka, Zgraggen; Füllemann; Kahun, Knight, Lehmann; Frk, Sceviour, Moser; Vermin, Bader, Scherwey; Ryser, Ritzmann, Fuss.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Harrington (überzähliger Ausländer), Bern ohne Fahrni, Luoto, Paschoud (alle verletzt), Baumgartner, Schild (beide krank) und Reideborn (überzähliger Ausländer).

Lugano - Zug 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)

4602 Zuschauer. - SR Hürlimann/Tscherrig, Wolf/Schlegel. - Tore: 1. (0:56) Wingerli (Simion, Martschini) 0:1. 18. Allenspach (Herzog, Bengtsson) 0:2. 28. Hansson (Wingerli) 0:3. 49. Martschini (O'Neill) 0:4. 57. Verboon 1:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 2mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Carr; Michaelis.

Lugano: Schlegel; Andersson, Mirco Müller; Wolf, LaLeggia; Hausheer, Peltonen; Guerra; Joly, Thürkauf, Carr; Zanetti, Ruotsalainen, Verboon; Fazzini, Arcobello, Cjunskis; Walker, Morini, Gerber.

Zug: Hollenstein; Bengtsson, Geisser; Hansson, Stadler; Schlumpf, Gross; Riva; Martschini, Wingerli, Simion; O'Neill, Michaelis, Hofmann; Allenspach, Senteler, Herzog; Tim Muggli, Leuenberger, Biasca; Robin.

Bemerkungen: Lugano ohne Alatalo, Canonica, Cormier, Granlund, Marco Müller (alle verletzt) und Patry (krank), Zug ohne Kovar (verletzt).

SCL Tigers - Rapperswil 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)

5015 Zuschauer. - SR Piechaczek/Hungerbühler, Gnemmi/Humair. - Tore: 19. Flavio Schmutz (Malone/Powerplaytor) 1:0. 41. (40:39) Saarela (Riikola/Powerplaytor) 2:0. 58. Jensen 2:1 (ohne Torhüter). - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Saarela; Moy.

SCL Tigers: Charlin; Zryd, Riikola; Saarijärvi, Zanetti; Meier, Erni; Cadonau; Julian Schmutz, Malone, Saarela; Rohrbach, Mäenalanen, Pesonen; Petrini, Flavio Schmutz, Lapinskis; Berger, Salzgeber, Jenni; Weibel.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (49.-52. Meyer); Aebischer, Djuse; Noreau, Gerber; Baragano, Maier; Vouardoux; Jensen, Schroeder, Cervenka; Moy, Rask, Wetter; Zangger, Albrecht, Lammer; Wick, Dünner, Forrer; Cajka.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Boltshauser, Diem, Rossi, Schilt (alle verletzt), Guggenheim (krank) und Louis (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Connolly und Taibel (beide verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 57:51 bis 57:58 und ab 58:20 ohne Torhüter.

Biel - Fribourg 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.

6408 Zuschauer. - SR Stricker/Kaukokari, Steenstra/Huguet. - Tore: 13. Tanner (Christen) 1:0. 47. De la Rose (Sörensen) 1:1. 64. Rajala (Sallinen/Powerplaytor) 2:1. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Rajala; Sörensen.

Biel: Säteri; Rathgeb, Yakovenko; Burren, Forster; Christen, Delémont; Reinhard, Stampfli; Bukarts, Sallinen, Rajala; Künzle, Grossmann, Olofsson; Bachofner, Bärtschi, Kessler; Tanner, Schläpfer, Reichle.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Jecker; Diaz, Borgman; Sutter, Streule; Seiler; Bertschy, De la Rose, DiDomenico; Sprunger, Schmid, Mottet; Bykov, Walser, Jörg; Sörensen, Wallmark, Marchon; Binias.

Bemerkungen: Biel ohne Brunner, Cunti, Derungs, Haas, Heponiemi, Hischier, Hofer (alle verletzt) und Pokka (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Dufner (krank).

Lausanne - Ambri 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:1) n.V.

5703 Zuschauer. - SR Wiegand/Ruprecht, Stalder/Burgy. - Tore: 17. Virtanen (Bürgler, Heim) 0:1. 59. Riat (Fuchs/Powerplaytor) 1:1 (ohne Torhüter). 61. (60:11) Bürgler (Heed, Heim) 1:2. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Suomela; Spacek.

Lausanne: Pasche; Glauser, Djoos; Heldner, Frick; Pilut, Marti; Sidler; Haapala, Suomela, Salomäki; Riat, Fuchs, Sekac; Hügli, Rochette, Bozon; Holdener, Jäger, Kenins; Pedretti.

Ambri-Piotta: Juvonen; Heed, Zaccheo Dotti; Fohrler, Virtanen; Wüthrich, Isacco Dotti; Terraneo; Zwerger, Spacek, Formenton; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, Dauphin, De Luca; Eggenberger, Landry, Douay; Brüschweiler.

Bemerkungen: Lausanne ohne Almond, Bougro, Genazzi, Hughes, Jelovac, Raffl (alle verletzt) und Kovacs (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Conz, Kostner, Lilja (alle verletzt) und Pezzullo (krank). Lausanne von 58:15 bis 58:25 ohne Torhüter.

Ajoie - Kloten 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)

4388 Zuschauer. - SR Hebeisen/Kohlmüller, Fuchs/Gurtner. - Tore: 11. Audette (Gauthier/Powerplaytor) 1:0. 17. Hazen 2:0. 22. Audette (Asselin) 3:0. 40. (39:41) Gelinas (Timashov, Audette/Powerplaytor) 4:0. 48. Loosli (Steve Kellenberger) 4:1. 60. (59:04) Gelinas (Unterzahltor!) 5:1 (ins leere Tor). 60. (59:27) Simic (Steve Kellenberger, Meyer/Powerplaytor) 5:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ajoie, 3mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Hazen; Aaltonen.

Ajoie: Ciaccio; Fey, Scheidegger; Gelinas, Pilet; Thiry, Fischer; Birbaum; Asselin, Gauthier, Audette; Hazen, Romanenghi, Timashov; Schmutz, Frossard, Kohler; Huber, Rundqvist, Bozon; Macquat.

Kloten: Metsola; Steiner, Steve Kellenberger; Nodari, Kindschi; Profico, Sataric; Matthew Kellenberger; Ojamäki, Aaltonen, Ang; Simic, Diem, Marc Marchon; Ramel, Meyer, Schreiber; Loosli, Obrist, Derungs; Lindemann.

Bemerkungen: Ajoie ohne Arnold, Sciaroni (beide verletzt), Brennan und Devos (beide überzählige Ausländer), Kloten ohne Henauer, Morley, Reinbacher, Riesen, Zurkirchen (alle verletzt) und Ekestahl-Jonsson (überzähliger Ausländer). Kloten von 58:03 bis 59:04 ohne Torhüter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. Oktober 2023 22:39
aktualisiert: 31. Oktober 2023 22:39