Ehrenleopard des Locarno Film Festival für Darren Aronofsky
Aronofsky ist US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er steht für Filme wie «The Whale» mit Brenadan Fraser in der Hauptrolle. Der Film war 2022 im Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig. Elf Jahre zuvor war Aronofsky für seinen Psychothriller «Black Swan» für einen Oscar nominiert. Im selben Jahr präsidierte er die Jury in Venedig. 2014 folgte mit Russel Crowe in der Hauptrolle die Bibelvefilmung «Noah».
Aronofsky, der aus einer jüdischen Lehrerfamilie stammt, begann 1996 an seinem ersten Spielfilm «Pi» zu arbeiten und erhielt dafür 1998 am Sundance Film Festival den Preis für die beste Regie. Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehört etwa 2008 der Goldene Löwe in Venedig für «The Wrestler» - oder 2018 die Nominierung für die Goldene Himbeere (schlechteste Regie) für «Mother!», der insgesamt gemischt aufgenommen wurde.
Platz im zeitgenössischen Kino
Im zeitgenössischen Kino habe sich Aronofsky einen Platz erobert, «der sich einer einfachen Kategorisierung entzieht», schrieb das Locarno Film Festival in einer Mitteilung von Dienstag. «Mal provokativ, mal spirituell und stets formal gewagt, loten seine Filme seit mehr als einem Vierteljahrhundert die äussersten Grenzen von Glauben, Begierde und Besessenheit aus», hiess es weiter.
Der künstlerische Leiter Giona A. Nazzaro verweist darauf, dass Aronofsky es nie versäumt habe, «Konventionen und Erwartungen infrage zu stellen» und auch nie versucht habe, «einfach nur dem Publikum oder der Branche zu gefallen».
Für die kommende 79. Ausgabe hat das Locarno Film Festival (5. bis 15. August) die beiden Filme «Fountain» (2006) und «Mother!» ins Programm genommen. Den Ehrenleoparden verleiht das Festival mit der Unterstützung von Manor seit 2017. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören Alexander Payne, Jane Campion oder Harmony Korine.