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Das Lausanner Museum mudac verbindet Design mit Magie

Kunst

Das Lausanner Museum mudac verbindet Design mit Magie

4. November 2026, 17:28 Uhr
Um kuriose Begegnungen, Illusionen und unsichtbare Kräfte dreht sich die neue Doppelausstellung im Design-Museum mudac.
© Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Hat Magie einen Zusammenhang mit Design? Das will das Design-Museum mudac in Lausanne in einer Doppelausstellung untersuchen. In «Hocus Pocus» und «Bewegungsontologie» zeigt es Verbindungen zwischen zeitgenössischen Werken und magischen Praktiken.

«Sie prägt Erzählungen, Glaubensvorstellungen und materielle Kulturen und hinterfragt zugleich unser Verhältnis zum Sichtbaren und Unsichtbaren, zur Technik und zur Emotion, zur Wirklichkeit und zur Illusion.» Die Rede in der Mitteilung des mudac vom Mittwoch ist von der Magie.

Die Ausstellung «Hocus Pocus» widmet sich der Wechselwirkung von Magie und Design vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Hier treffen Besuchende auf Figuren der Zauberkunst, angefangen beim Franzosen Jean-Eugène Robert-Houdin (1805-1871). Er war der erste moderne Zauberer, und seine Illusionen schuf er oft mit technischen Tricks.

Auch der US-amerikanische Entfesselungskünstler und «König der Handschellen» Harry Houdini (1874-1926) - der mit seinem Künstlernamen Robert-Houdin ehrte - wird dem Publikum nähergebracht.

Mit solchen historischen Persönlichkeiten, aber auch durch Objekte, Automaten, Filmen und Kunstwerke zeigt die Schau, wie Illusion, Erfindungsgeist und das gezielte Verschwindenlassen gesellschaftliche und politische Bedeutungen erhalten.

Unsichtbare Welten

Parallel nimmt die zweite Ausstellung «Bewegungsontologie» Praktiken, die nicht rationalen Weltauffassungen entspringen, unter die Lupe, die als Beziehungstechnologien betrachtet werden. Als Beispiele solcher Praktiken nennt das Museum die Trance oder den Dialog mit unsichtbaren Wesen.

Die Schau hinterfrage die Idee, dass nur Menschen handeln und denken können, und lädt dazu ein, auch Tiere, Pflanzen, Objekte und unsichtbare Kräfte als Teil unserer Welt zu verstehen. Durch immersive Installationen, Ritualobjekte und spekulative Werke erkundet die Schau andere Wege, mit Lebewesen, Nicht-Menschen und unsichtbaren Welten in Beziehung zu treten.

«Hocus Pocus» und «Bewegungsontologie» können ab Freitag in der Platforme 10, dem Kunstquartier von Lausanne, besucht werden. Beide Ausstellungen sind bis 11. April zu sehen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. November 2026 17:28
aktualisiert: 4. November 2026 17:28