Bundesrat entlastet früheren Ruag-Verwaltungsrat nur bedingt
Die untersuchten Vorfälle reichten zurück in die Zeit der ehemaligen Ruag Holding AG, in deren Verwaltungsrat Oleas Einsitz hatte, teilte der Bundesrat weiter mit.
Der Rüstungskonzern im vergangenen September für negative Schlagzeilen gesorgt. So muss er für die Aufklärung von betrügerischen Verkäufen und anderen Delikten tief in die Tasche greifen: Mehr als zehn Millionen Franken kostet die Untersuchung durch eine Zürcher Anwaltskanzlei.
Zudem musste sich die Ruag von der Eidgenössischen Finanzkontrolle den Vorwurf gefallen lassen, gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Elbit die Verzögerungen bei der Modernisierung der Kommunikationssysteme der Schweizer Armee verantwortet zu haben. Auch bei der Beschaffung von Aufklärungsdrohnen war es zu Ungereimtheiten gekommen.
Wie der Bundesrat am Dienstag weiter mitteilte, wird der Verwaltungsrat der Ruag International erneuert: Bereits am 19. Dezember 2025 wurde Daniel Frutig-Meier von der Generalversammlung als neues Verwaltungsratsmitglied gewählt. Anlässlich der Generalversammlung am 20. April 2026 tritt er die Nachfolge von Rainer Schulz, der nicht zur Wiederwahl antritt, als Präsident des Verwaltungsrates an.
Ebenfalls nicht zur Wiederwahl stehen laut der Mitteilung Jürg Oleas und Andreas S. Spreiter. Déborah Carlson-Burkart stellt sich für eine Wiederwahl zur Verfügung. Neu zur Wahl aufgestellt sind Michael Menking, Lutz Bertling und Astrid Schnidrig.
Mit dieser weitgehenden Erneuerung des Verwaltungsrates werde die strategische Führung der Ruag International auf die strategische Weiterentwicklung der Beyond Gravity als Tochtergesellschaft der Ruag International unter der Kontrolle des Bundes neu ausgerichtet, teilte der Bundesrat weiter mit.