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Anwohner zahlen in Zürich ab Januar 2027 mehr fürs Parkieren

Parkplätze

Anwohner zahlen in Zürich ab Januar 2027 mehr fürs Parkieren

22. Oktober 2026, 09:54 Uhr
Parkieren wird in der Stadt Zürich teurer. Ab dem 1. Januar 2027 zahlen Anwohner deutlich mehr für die Jahreskarten in der Blauen Zone. (Archivbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Der Zürcher Stadtrat führt die neuen Anwohnerparkkarten definitiv ab Januar 2027 ein. Damit wird das Parkieren in der Blauen Zone teurer. Die Ausnahmen für Gewerbler sind hingegen blockiert.

Die Bewilligungen für das Gewerbe, auch auf Trottoirs parkieren zu können, hob der Bezirksrat Zürich auf. Der Gemeinderat entschied, dagegen vor Verwaltungsgericht zu rekurrieren. Die normalen Parkbewilligungen für Betriebe mit bis zu sechs Kontrollschildern kosten aber neu 360 statt 480 Franken, wie die Stadt Zürich am Donnerstag mitteilte.

Anwohnerinnen und Anwohner müssen ab Januar tiefer in die Tasche greifen. Das «Bieler Modell» sieht vor, dass diese zuerst die deutlich teureren Plätze nutzen müssen, die zu ihrem Wohnhaus gehören. Erst wenn diese besetzt sind, erhalten die Anwohner eine Jahreskarte für die Blaue Zone.

Die Parkkarten werden auch teurer. Kosteten sie bisher nur 300 Franken, dürfte sie neu in den günstigsten Fällen über 500 Franken kosten. Der Preis wird nach Antrieb und Gewicht berechnet. Das kann bei schweren SUV-Benzinern auch mal fast 1000 Franken ausmachen.

Das neue Regime entspricht dem Vorschlag des Parlaments. Der Stadtrat wollte eigentlich einen generellen Preis von 540 Franken einführen. An der Urne stimmten 52,8 Prozent der Stimmberechtigten dem Vorschlag des Parlaments zu. Die alten Karten sind noch bis spätestens 30. April 2027 gültig. Den Antrag müssen Interessierte aber bis am 15. Januar stellen.

«Skandalöser Entscheid»

FDP und Mitte kritisierten den Entscheid des Stadtrats am Donnerstag. Die Mitte findet es «skandalös», die Verordnung ohne die Erleichterungen für das Gewerbe umzusetzen. «Der Stadtrat hintergeht die Stimmbevölkerung», schreibt die FDP.

Die Partei prüfe, gegen die Einführung rechtlich vorzugehen. Zusammen mit dem Gewerbe sei ein Kompromiss gefällt worden. Der Stadtrat solle darum den Ausgang des Verfahrens abwarten. Auch die Mitte fordert ein Abwarten. «Ein à la carte herauspicken einzelner Punkte durch den Stadtrat entspricht nicht dem Willen des Souveräns und der Institutionen, die der Vorlage zugestimmt haben», heisst es in der Mitteilung.

Bereits seit dem 1. Januar 2026 ist die in der neuen Verordnung vorgesehene Taxistandplatzbewilligung verfügbar. Sie ist Personen mit einem kantonalen Taxiausweis und einer kantonalen Taxifahrzeugbewilligung vorbehalten. Die Gebühren betragen 480 Franken pro Jahr. Seit dem Frühling 2026 gibt es zudem Tagesbewilligungen für Blaue Zonen, Handwerker und für die Zufahrt in Sperrzonen in digitaler Form.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Oktober 2026 09:54
aktualisiert: 22. Oktober 2026 09:54