News
Schweiz

Anwalt beantragt Teil-Zwangsverwaltung von Crans-Montana

Brandkatastrophe

Anwalt beantragt Teil-Zwangsverwaltung von Crans-Montana

1. November 2026, 10:32 Uhr
Ein Anwalt fordert nach dem Brand in der Bar «Le Constellation» (Bild) die teilweise Zwangsverwaltung der Gemeinde Crans-Montana (Archivbild).
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Einer der Anwälte der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana hat die Teil-Zwangsverwaltung dieser Walliser Gemeinde beantragt. Der Anwalt begründet dies mit finanziellen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den möglichen zivilrechtlichen Folgen des Brandes.

Zudem fordert der Anwalt eine Untersuchung der Gemeindefinanzen. «Wir haben die öffentlichen Rechnungsabschlüsse als Grundlage für die Analyse herangezogen, deren Ergebnis eindeutig ist: Die Gemeinde verfügt nicht über die Mittel, um ihrer allfälligen Haftung nachzukommen».

Das sagte am Sonntag auf Anfrage Anwalt Sébastien Fanti zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Meldung von «Le Matin Dimanche» und der «SonntagsZeitung».

Laut der beim Walliser Staatsrat eingereichten Beschwerde könnten sich die Gesamtkosten für die Gemeinde auf mehrere hundert Millionen Franken belaufen. Die im Gemeindehaushalt veranschlagten jährlichen Mittel in Höhe von 5 Millionen Franken reichten daher nicht aus. Der Anwalt fordert eine offizielle Untersuchung der Finanzen von Crans-Montana, verbunden mit entsprechenden Anweisungen.

Die Beschwerde enthält zudem einen Antrag auf eine teilweise Zwangsverwaltung der Exekutive, die sich auf die finanziellen und rechtlichen Folgen des Brandes beschränkt. Dem Anwalt zufolge muss schnell gehandelt werden, da das Gemeindebudget 2027 am kommenden 20. Dezember verabschiedet werden muss.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. November 2026 10:32
aktualisiert: 1. November 2026 10:32