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Über nackte Brüste wundert sich keiner mehr

Historische Bilder

Über nackte Brüste wundert sich keiner mehr

25. Juni 2026, 14:44 Uhr
Bei der Hitze fallen die Hüllen, auch damals im Mai 1988 in der Badi Tiefenbrunnen. (Archivbild)
© KEYSTONE/STR
Die Hitze hat die Stadt Zürich fest im Griff. Glücklich kann sich schätzen, wer noch ein Plätzchen in den Badeanstalten am See oder der Limmat findet. Das «oben ohne» baden ist dort seit den 70er Jahren erlaubt.

Keine Wolke am Himmel und am besten auch keine Textilien am Körper. Bei den heissen Temperaturen ist fast jedes Stöffchen zu viel. In den Badis entledigen sich denn auch viele Frauen ihrem Bikinioberteil und geniessen die Sonne barbusig.

In den Stadtzürcher Bädern ist das «oben ohne» baden geschlechterunabhängig erlaubt. Freizügigkeit war früher aber nicht in allen Bädern erwünscht. Das Strandbad Tiefenbrunnen galt als einer der fortschrittlichsten und liberalsten Orte der städtischen Badekultur. Hier durften Frauen ganz offiziell und ungestört oben ohne sonnenbaden und schwimmen. Das Erbe der 1974 in Zürich eingeführten Praxis war 1988 wie auf dem Bild voll im Alltag verankert.

Im gleichen Jahr gab es im Tiefenbrunnen zudem eine Neuerung: Auf den Dächern der Garderobengebäude wurden geschlechtergetrennte FKK-Sonnenterrassen eingerichtet. Bis heute ist dort das nackte Sonnenbaden erlaubt. Bei den heissen Temperaturen schwitzt es sich oben ohne am besten.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Juni 2026 14:44
aktualisiert: 25. Juni 2026 14:44