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Trinkwasser auf dem Menzberg LU ist seit Wochen verschmutzt

Trinkwasserverschmutzung

Trinkwasser auf dem Menzberg LU ist seit Wochen verschmutzt

14. Oktober 2026, 06:59 Uhr
Leitungswasser ist für die Einwohnerinnen und Einwohner vom Menzberg derzeit keine Selbstverständlichkeit. (Archivbild)
© KEYSTONE/DPA/KARL-JOSEF HILDENBRAND
Das Trinkwasser auf dem Menzberg ist seit fast einem Monat mit E.-coli-Bakterien und anderen Keimen verschmutzt. Die rund 100 bis 150 Betroffenen müssen das Wasser weiterhin abkochen, wie die Gemeinde Menznau am Mittwoch mitteilte.

Hitze und Trockenheit spielt bei der Verschmutzung eine Rolle. Seit Anfang September müsse Wasser auf den Menzberg hochgefahren werden, weil die Quellen praktisch versiegt seien, schrieb die Gemeinde. Andernfalls hätten die rund 50 Haushalte gar kein Wasser.

Die Gemeinde reagierte mit der Medienmitteilung auf die Berichterstattung der «Luzerner Zeitung», welche die Verschmutzung am Mittwoch publik machte. Die Haushalte erhielten demnach am 18. September ein Informationsblatt über die Verschmutzung.

Defekt in Reinigungsanlage

Zunächst gingen die Verantwortlichen von einem verschmutzten Tanklastwagen aus. Auch das Reservoir sei gereinigt worden. Doch die Ursache lag in der Reinigungsanlage der Tanklastwagen. Durch einen Haarriss an einem Ventil der Anlage sei verschmutztes Wasser in den gereinigten Tank gelangt. Wegen der Hitze sei das transportiere Wasser viel zu warm, schrieb die Gemeinde. Das begünstige die Keimbildung.

Auch bei der Dauer der Verschmutzung spielt die Trockenheit eine Rolle. Wegen der herrschenden Wasserknappheit verzichte man darauf, das ganze Versorgungsnetz zu spülen, schrieb die Gemeinde. Denn dies müsste man gleich dreimal machen. Deshalb daure es länger, bis man die E. coli-Bakterien aus dem Wasser und die anderen Keime unter die Grenzwerte bringe.

Seit Montag wird das zugeführte Wasser mit Chlor behandelt. Das Wasser wird laut der Gemeinde täglich kontrolliert. Man sei «auf dem Weg der Besserung». Gesundheitliche Beschwerden seien bisher keine bekannt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Oktober 2026 06:59
aktualisiert: 14. Oktober 2026 06:59