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St. Galler Initiative fordert neues Wahlsystem

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St. Galler Initiative fordert neues Wahlsystem

2. November 2026, 17:48 Uhr
Das Wahlverfahren für den St. Galler Kantonsrat soll geändert werden. Dies wird in einer neuen Volksinitiative gefordert. (Archivbild)
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Im Kanton St. Gallen ist am Montag die Volksinitiative «Damit jede Stimme zählt! - Für ein faires Wahlsystem» eingereicht worden. Ziel ist eine Änderung des Verfahrens bei den Kantonsratswahlen. Laut Komitee mit Grünen, SP, GLP und EVP kamen 4396 Unterschriften zusammen.

Das heutige Wahlverfahren produziere systematisch Verzerrungen, «die zu tausenden verlorenen Stimmen führen», heisst es in der Mitteilung des Initiativkomitees vom Montag. Kleine Parteien treffe dies überproportional stark, während grosse Parteien davon profitierten.

Die Initiative fordert die Einführung «des sogenannten Doppelproporzes». Dabei werden die Sitze in einem ersten Schritt kantonal nach dem tatsächlichen Stimmenanteil jeder Partei zugeteilt und erst in einem zweiten Schritt auf die Wahlkreise verteilt. So fliesse jede Stimme unabhängig davon, wen man wähle und wo man wohne, mit gleichem Gewicht in die Sitzverteilung ein.

Zehn Deutschschweizer Kantone, darunter Zürich, Aargau, Schwyz, Graubünden oder Basel-Landschaft, hätten das Verfahren bereits eingeführt, heisst es in der Mitteilung.

Der nächste Schritt ist nun die Überprüfung der eingereichten Unterschriften durch die Staatskanzlei. Danach entscheidet der Kantonsrat über die Initiative. Je nach Ergebnis folgt anschliessend eine Volksabstimmung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. November 2026 17:48
aktualisiert: 2. November 2026 17:48