News
Regional

Räuber fährt in Sursee LU mit Porsche zu Banküberfall

Justiz

Räuber fährt in Sursee LU mit Porsche zu Banküberfall

13. April 2026, 23:59 Uhr
Das Verfahren im Kriminalgericht wurde im abgekürzten Verfahren durchgeführt. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Ein Bankräuber, der für seinen Überfall in Sursee LU den Porsche seiner Mutter benutzte, ist vom Kriminalgericht Luzern zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Schweizer machte sich zudem des versuchten Versicherungsbetrugs schuldig.

Wie aus dem Urteil vom Montag hervorgeht, wurde der 31-Jährige der räuberischen Erpressung, des versuchten Betrugs, der Urkundenfälschung und der Irreführung der Rechtspflege schuldig befunden. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt. Davon wurden 6 Monate unbedingt ausgesprochen. Der Bankräuber hat diese bereits in der Untersuchungshaft und im vorzeitigen Strafvollzug abgesessen.

Das Urteil ist rechtskräftig. Der Beschuldigte akzeptierte die Tatvorwürfe und den Strafantrag der Staatsanwaltschaft, so dass das abgekürzte Verfahren durchgeführt werden konnte.

Wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift schrieb, fuhr der Bankräuber im Herbst 2024 mit dem Porsche seiner Mutter von seinem Wohnort nach Sursee. Er parkierte den Sportwagen bei einem Schulhaus und ging dann zu der Bankfiliale, bei der er die Lehre gemacht hatte.

50'000 Franken erbeutet

Der Bankräuber bedeckte sein Gesicht mit Sonnenbrille und Kapuze und streckte der Angestellten einen Zettel zu. Mit diesem forderte er 50'000 Franken. Dabei suggerierte er, dass er eine Pistole bei sich und in seinem Auto eine Geisel habe.

Der Räuber entkam mit 50'000 Franken in bar. Er wechselte später Auto und Kleider und rasierte seinen Bart. Zudem tankte er seinen zweiten Wagen bei einer Tankstelle und gab vor, nicht genügend Geld bei sich zu haben. Trotz diesen Versuchen, seine Spur zu verwischen, konnte ihn die Polizei nur wenige Stunden nach dem Überfall festnehmen, weil sein Gesicht von Kameras in der Bank aufgenommen worden war.

Nur wenige Tage zuvor hatte der Beschuldigte versucht, mit einem Versicherungsbetrug zu Geld zu kommen. So gab er gegenüber der Polizei und der Versicherung wahrheitswidrig an, dass seiner Freundin zwei teure E-Bikes gestohlen worden seien.

Gemäss der Anklageschrift hatte der Bankräuber hohe Schulden und pflegte einen «überschwänglichen» Lebensstil. Weil er nicht einschlägig vorbestraft war und sich einsichtig zeigte, wurde eine teilbedingte Strafe ausgesprochen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. April 2026 23:59
aktualisiert: 13. April 2026 23:59