Nationalrat Philipp Kutter will in den Zürcher Regierungsrat
In einem Interview mit dem «Tages Anzeiger» gab Kutter am Donnerstag den Entscheid bekannt. Vergangene Woche sagte er noch, dass er sich zuerst mit seiner Familie absprechen wolle. Diese stehe hinter seiner Kandidatur, sagte er nun.
Hürden für ihn als Tetraplegiker sieht er eher bauliche. Er habe die Energie für das Amt, sagte Kutter im Interview. Der 50-Jährige hatte vor drei Jahren einen Skiunfall. Seither ist er auf den Rollstuhl angewiesen. Bei den Ständeratswahlen 2023 kam er auf den sechsten Platz, lag stimmenmässig aber deutlich über dem Wählerpotenzial der Mitte in Zürich. Bis in diesem Jahr war Kutter Stadtpräsident von Wädenswil.
Die Mitte muss 2027 den Sitz ihrer abtretenden Regierungsrätin Silvia Steiner verteidigen. Sie ist seit 2015 Bildungsdirektorin. Die Partei hat eine Findungskommission eingesetzt, die mögliche Kandidaturen für den Regierungsrat prüft. Kutter dürfte zu den parteiinternen Favoriten zählen.