Luzerner Strassenmusik soll «unplugged» bleiben
Heute darf auf den Strassen und Plätzen nur nicht verstärkte Musik ohne Bewilligung gespielt werden. Mit diesem Verbot von Verstärkeranlagen werde eine Vielzahl musikalischer Ausdrucksformen ausgeschlossen, begründen die Fraktionen von SP und Grüne des Grossen Stadtrats ihre Forderung. Dabei sei es gerade diese Musik, die ein jüngeres und urbaneres Publikum ansprechen würde.
Das Postulat fordert vom Stadtrat deswegen, eine «differenzierte» Regelung, gemäss der elektrisch verstärkte Musik bis zu einer gewissen Lautstärke zugelassen werden solle. «Einen Verstärker kann man nicht nur laut, sondern auch leise einstellen», erklären SP und Grüne.
Die Stadtregierung will aber an der bisherigen Praxis festhalten. Demnach sollen weiterhin nur nicht verstärkte Strassendarbietungen ohne Bewilligung möglich sein. Sie begründete dies vor allem damit, dass diese Regelung einfach sei.
Eine Regelung mit maximaler Lautstärke benötige Kontrollen, gibt der Stadtrat zu bedenken. Diese könnten aber regelmässig und flächendeckend nicht durchgeführt werden. Insgesamt wäre deswegen mit mehr Beschwerden und Konflikten und damit auch mit mehr Verwaltungsaufwand zu rechnen.