Luzerner Regierung legt Parlament vier Nachtragskredite vor
Mehr Klassen an Berufsfachschulen, mehr ausserkantonale Schulbesuche und mehr Prüfungen führten bei der Berufsbildung zu um 5,9 Millionen Franken höheren Kosten. Zudem steigen der Raum- und Sachaufwand an, wie es weiter hiess.
Weitere 500'000 Franken werden für den Straf- und Massnahmenvollzug von Jugendlichen benötigt. Grund sind laut Mitteilung kostenintensivere Massnahmen und komplexere Fälle.
Im Migrationswesen beantragt der Regierungsrat 110'000 Franken für höhere Abschreibungen auf offenen Forderungen. In der Staatskanzlei entstehen 100'000 Franken Mehrkosten. Als Gründe gibt die Regierung längere und zusätzliche Fraktions- und Kommissionssitzungen sowie zusätzlichen Personalaufwand an. So musste der Postdienst laut der Botschaft rund 180'000 Seiten mehr digitalisieren als erwartet.
Gemäss der ersten Hochrechnung 2026 wird die Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 305,1 Millionen Franken abschliessen. Die beantragten Mehrausgaben können damit kompensiert werden, wie es weiter hiess.
Der Kantonsrat wird über die Nachtragskredite im Herbst debattieren.