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Luzerner Kantonsrat gibt grünes Licht für zwei Strassenprojekte

Kantonsrat LU

Luzerner Kantonsrat gibt grünes Licht für zwei Strassenprojekte

7. September 2026, 17:48 Uhr
Der Luzerner Kantonsrat hat zwei Strassenausbauprojekte in Zell und Neuenkirch für insgesamt 11,2 Millionen Franken bewilligt. (Archivbild)
© Keystone/ALEXANDRA WEY
Der Luzerner Kantonsrat hat an der Sitzung vom Montag Strassenausbauten in Zell und Neuenkirch bewilligt. Beim Erhalt eines Fussgängerstreifens in Zell setzte sich der Rat gegen die Regierung durch.

In Neuenkirch ging es um die 1,2 Kilometer lange Kantonsstrasse zwischen Meiengrün und Lippenrüti. Die Strasse soll künftig über einen Velostreifen sowie einen kombinierten Rad- und Gehweg verfügen. Zudem sollen zwei Bushaltestellen behindertengerecht ausgebaut werden. Die Bauarbeiten für das 7,1 Millionen Franken teure Projekt sind für 2028 geplant.

Ein Rückweisungsantrag von Gian Waldvogel (Grüne) und Sofia Galbraith (SP) wurde ebenso wie ein Antrag von Caroline Rey (SP) abgelehnt. Letzterer verlangte, zu prüfen, ob auf dem innerorts verlaufenden Abschnitt ohne den durchgehenden Velostreifen Tempo 30 eingeführt werden kann. Eine Rückweisung würde das Projekt «mehrjährig verzögern», warnte Verkehrsdirektor Fabian Peter (FDP).

Am Ende stimmte der Kantonsrat mit 81 zu 29 Stimmen dem Dekret zu.

Regierungsrat überstimmt

Der zweite Strassenausbau betrifft die Kantonsstrasse in Zell. Für den 530 Meter langen Abschnitt zwischen Feld und Gass beantragte die Regierung einen Kredit von 4,1 Millionen Franken. Die Strasse soll saniert und ausgebaut werden.

Das heutige Trottoir, das auch von Velofahrenden genutzt wird, soll durch einen Rad- und Gehweg ersetzt werden. Dafür ist eine separate Brücke vorgesehen. Der Baustart ist für Ende 2027 geplant. Der Ausbau sei besonders wichtig, weil es um Schulwege gehe, wie Laura Spring (Grüne) als Präsidentin der Kommission Verkehr und Bau (VBK) in der Debatte ausführte.

Ein Antrag der VBK, den bestehenden Fussgängerstreifen bei der weiteren Planung zu erhalten, fand im Kantonsrat mit 69 zu 34 Stimmen Zustimmung. Er sei die einzige sichere Querungsmöglichkeit in diesem Gebiet, sagte SP-Sprecherin Sarah Bühler-Häfliger.

Die FDP und die GLP lehnten den Antrag ab. Ein Fussgängerstreifen biete «Scheinsicherheit», sagte Franziska Rölli (GLP). Auch die Regierung war dagegen, wie Verkehrsdirektor Fabian Peter (FDP) darlegte. Er verwies auf die «geltenden Normen». Ohne Zebrastreifen sei es «sicherer».

Letztlich hiess das Kantonsparlament den Ausbau einstimmig gut.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. September 2026 17:48
aktualisiert: 7. September 2026 17:48