Luzern will Wissenslücken zur Pfas-Belastung schliessen
Pfas werden seit Jahrzehnten von der Industrie etwa für Beschichtungen eingesetzt. Sie sind in Böden, in Gewässern, im Grundwasser und in der Luft nachweisbar und können auch in Lebensmittel gelangen. Pfas werden kaum abgebaut.
«Insgesamt ist der Kenntnisstand über Pfas im Kanton Luzern noch unvollständig», teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Mit einem Vorgehenskonzept sollen die in den Dienststellen des Kantons vorhandenen Kenntnisse zur Pfas-Belastung gesammelt und die erforderlichen Massnahmen abgestimmt werden. Dabei soll auch mit anderen Kantonen und mit dem Bund zusammengearbeitet werden.
In einer Antwort auf eine Anfrage von Sara Muff (SP) schreibt der Regierungsrat, dass bei den bislang durchgeführten Stichproben im Kanton Luzern für die Lebensmittel «kein generelles oder grossflächiges Pfas-Problem» festgestellt worden sei. Auch die Trinkwasserproben im Kanton Luzern hätten die Höchstwerte erfüllt.
Örtliche Überschreitungen der Grenzwerte will der Regierungsrat aber nicht ausschliessen. «Fälle in der Ostschweiz, im Zugersee oder im Hallwilersee bestätigen diesen Befund», erklärte er.
Im Kanton Luzern werden gemäss der regierungsrätlichen Antwort auch Böden auf Pfas untersucht. Hier gibt es noch keine verbindlichen Höchstwerte. Die in Bodenproben im Kanton Luzern festgestellten Werte würden jedoch deutlich unterhalb des durch das Bundesamt für Umwelt vorgeschlagenen Sanierungswert liegen, hiess es.