Kanton Luzern darf elektronisches Abstimmen testen
Damit ermöglicht die Landesregierung dem Kanton Luzern die Wiederaufnahme der E-Voting-Versuche. Luzern setzt das System der Post ein, das bereits in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen, Thurgau und Graubünden läuft.
Die Bundeskanzlei zieht eine positive Bilanz der seit 2023 laufenden Versuche. Die Kantone konnten die E-Voting-Ergebnisse planmässig ermitteln - mit einer Ausnahme: Im März 2026 konnten in Basel-Stadt 2048 Stimmen wegen Fehlern bei der Handhabung von USB-Sticks nicht ausgezählt werden. Ein Systemfehler lag nicht vor. Der Bund erachtet eine Wiederholung des Vorfalls als sehr unwahrscheinlich.
6900 Personen können mitmachen
Luzern will E-Voting für die rund 6900 Auslandschweizer Stimmberechtigten öffnen. Beim Urnengang vom 27. September werden damit voraussichtlich 181'000 Stimmberechtigte in den Kantonen St. Gallen, Graubünden, Thurgau und Luzern zum E-Voting zugelassen sein. Das sind 3,24 Prozent aller Stimmberechtigten. Die Regierung von Basel-Stadt hatte nach der Panne vom März entschieden, die E-Voting-Versuche im laufenden Jahr auszusetzen.
E-Voting-Versuche sind in der Schweiz seit über 20 Jahren zugelassen. Im Kanton Luzern konnten von 2010 bis 2019 Auslandschweizerinnen und -schweizer auf diesem Kanal abstimmen. Damals wurde ein System des Kantons Genf genutzt.