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HCD nach vierter Niederlage in Folge nun Letzter

National League

HCD nach vierter Niederlage in Folge nun Letzter

25. September 2026, 22:53 Uhr
5 Spiele, 4 Niederlagen: Dem HCD misslingt der Saisonstart komplett
© KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ
Der HCD rutscht ans Tabellenende, die SCL Tigers senden ein Lebenszeichen und Servette dreht auch gegen den Meister die Partie. Das sind die Fakten der fünf National-League-Spiele vom Freitag.

Kontrastprogramm beim HCD

Der Fehlstart des HC Davos ist perfekt. In der vergangenen Saison gewann der Qualifikationssieger die ersten zehn Spiele und 18 der ersten 19 Partien, nun stecken die Bündner nach dem 2:3 in Rapperswil am Tabellenende fest. Für den Playoff-Finalisten, der einzig zum Auftakt gegen die SCL Tigers gewann, war es bereits die vierte Niederlage in Folge.

Dabei glich der HCD am oberen Zürichsee zweimal aus. Siebeneinhalb Minuten vor Schluss hatte Captain Ken Jäger gar das 3:2 für die Gäste auf dem Stock. Praktisch im Gegenzug erzielte Gian-Marco Wetter das Siegtor für die Lakers. HCD-Goalie Sandro Aeschlimann liess sich dabei zwischen den Beinen bezwingen.

SCL Tigers mit Moralspritze

Im fünften Anlauf gelang den SCL Tigers der erste Vollerfolg der Saison. Beim 5:3 gegen Zug sah es für die Emmentaler allerdings lange nicht nach einem Sieg aus. Die Zuger, die zuvor in allen drei Auswärtsspielen gepunktet hatten, wirkten zunächst stabil und führten nach 20 Minuten verdient 2:0. Im Mitteldrittel drehte jedoch der Wind. Die Tigers glichen zunächst zum 2:2 aus und gingen nach einem erneuten Zuger Führungstreffer mit einem 4:3-Vorsprung in die zweite Pause. Bemerkenswert war, dass alle fünf Langnauer Torschützen Schweizer waren. Beim EVZ blieb Neuzugang Vinzenz Rohrer, der in den ersten drei Spielen zwei Tore und sechs Assists verbucht hatte, erstmals in dieser Saison ohne Skorerpunkt.

Servette dreht 0:3

Genève-Servette gelang vor Heimpublikum erneut eine eindrückliche Wende. Nachdem die Genfer am Dienstag gegen die Rapperswil-Jona Lakers im Schlussdrittel ein 0:2 noch in einen 4:2-Sieg verwandelt hatten, machten sie gegen Meister Fribourg-Gottéron sogar einen 0:3-Rückstand wett. Servette kämpfte sich nach der missglückten Startviertelstunde zurück und setzte sich schliesslich 4:3 nach Penaltyschiessen durch. Jesse Puljujärvi verwandelte beide Penaltys, während sich Stéphane Charlin im Genfer Tor einzig von Marcus Sörensen bezwingen liess. Nun stehen beide Westschweizer Klubs mit zwei Siegen nach fünf Spielen da.

Ajoie wieder in der Overtime

Derweil überrascht Ajoie weiter. Angeführt von einer starken Ausländerfraktion gelang den Jurassiern in Bern der dritte Sieg im fünften Spiel. Zum bereits vierten Mal musste Ajoie in die Verlängerung, dort sorgte der finnische Topskorer Kristian Tanus 26 Sekunden vor der Sirene mit dem Treffer zum 3:2 für die Entscheidung. Zuvor hatte sein Landsmann Anttoni Honka zweimal für die Gäste getroffen. Besonders sehenswert war sein 2:2-Ausgleich in der 48. Minute, als der Verteidiger den Puck mit einem Trickschuss durch die eigenen Beine im Tor unterbrachte. Es war das Kabinettstück des Abends. Dem SCB blieb nach einem tollen Saisonstart trotz klarem Chancenplus nur die Ernüchterung.

ZSC fühlt sich in der Leventina weiter wohl

Die ZSC Lions verlängerten ihren perfekten Saisonstart mit dem fünften Sieg im fünften Spiel. Beim 6:3 im Spitzenspiel in Ambri genügte den Zürchern nach Rückstand ein Zwischenspurt gegen Ende des Mitteldrittels. Topskorer Simon Knak, Derek Grant und Thierry Bader trafen innerhalb von nur 83 Sekunden für die Gäste und machten aus dem 1:1 ein 4:1. Für Neuzugang Knak war es bereits das fünfte Saisontor. Der Finne Roby Järventie, einer von Ambris Neuen, erzielte alle drei Tore für das Heimteam. In der Leventina ist der ZSC seit fast drei Jahren ungeschlagen. Für Ambri geht es am Samstag im ersten Tessiner Derby der Saison in Lugano weiter.

Telegramme:

Ambri-Piotta - ZSC Lions 3:6 (1:0, 0:4, 2:2)

6177 Zuschauer. - SR Wiegand/Hungerbühler, Cattaneo/Obwegeser. - Tore: 20. (19:42) Järventie (Heim) 1:0. 30. Malgin (Andrighetto, Kukan/Powerplaytor) 1:1. 38. (37:12) Knak (Kukan, Malgin/bei 5 gegen 3) 1:2. 38. (37:58) Grant (Lammikko, Strömwall/Powerplaytor) 1:3. 39. (38:35) Bader (Sigrist) 1:4. 46. (45:25) Balcers (Grant, Lehtonen/Powerplaytor) 1:5. 46. (45:54) Järventie (Schnarr, De Luca) 2:5. 48. Järventie (Muggli, Zaccheo Dotti) 3:5. 58. Riedi (Sigrist) 3:6 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Järventie; Knak.

Ambri-Piotta: Senn; Heed, Worge Kreü; Dario Wüthrich, Pezzullo; Zaccheo Dotti, Isacco Dotti; Häfliger; De Luca, Schnarr, Järventie; Joly, Kodytek, Müller; Muggli, Heim, Borradori; Bosson, Manix Landry, Lukas Landry; Kostner.

ZSC Lions: Zumbühl; Weber, Berni; Kukan, Marti; Lehtonen, Geering; Schwendeler; Andrighetto, Malgin, Knak; Frödén, Lammikko, Balcers; Strömwall, Grant, Baechler; Riedi, Sigrist, Bader; Baltisberger.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bachmann und Virtanen (beide verletzt), ZSC Lions ohne Hrubec (überzähliger Ausländer). Ambri-Piotta von 57:02 bis 57:19 ohne Torhüter.

Bern - Ajoie 2:3 (2:1, 0:0, 0:1, 0:1) n.V.

14605 Zuschauer. - SR Fritschi/Stricker, Urfer/Meusy. - Tore: 6. Anttoni Honka (Zgraggen, Cormier) 0:1. 9. Müller (Lehmann) 1:1. 15. Aaltonen (Füllemann) 2:1. 48. Anttoni Honka (Sopa) 2:2. 65. (64:34) Tanus (Julius Honka, Carr) 2:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Rohrbach; Tanus.

Bern: Hughes; Mitchell, Barandun; Dionicio, Kreis; Rhyn, Kindschi; Füllemann; Bemström, Aaltonen, Alge; Rohrbach, Müller, Lehmann; Merelä, Abols, Milano; Scherwey, Graf, Marchon; Ritzmann.

Ajoie: Patenaude; Anttoni Honka, Zgraggen; Julius Honka, Fey; Christe, Pilet; Berthoud; Turkulainen, Tanus, Nättinen; Robin, Smirnovs, Carr; Sopa, Devos, Cormier; Wick, Diem, Cavalleri; Tarchini.

Bemerkungen: Bern ohne Baumgartner und Lindholm (beide verletzt).

Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 4:3 (1:3, 1:0, 1:0, 0:0) n.P.

5872 Zuschauer. - SR MacFarlane (USA)/Stolc (SVK), Stalder/De Paris. - Tore: 10. Bertschy (Schmid, Johnson/Powerplaytor) 0:1. 14. (13:59) Richard 0:2. 15. (14:46) Johnson (Sörensen/Powerplaytor) 0:3. 18. Puljujärvi 1:3. 39. Granlund (Vesey/Powerplaytor) 2:3. 41. (40:59) Henauer (Rutta, Verboon/Powerplaytor) 3:3. - Penaltyschiessen: Granlund -, Richard -; Ignatavicius -, Dorthe -; Puljujärvi 1:0, Sörensen 1:1; Manninen -, Schmid -; Praplan -, Bertschy -; Richard -, Puljujärvi 2:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Puljujärvi; Schmid.

Genève-Servette: Charlin; Saarijärvi, Le Coultre; Rutta, Henauer; Sutter, Karrer; Mukuna; Puljujärvi, Manninen, Vesey; Praplan, Jooris, Granlund; Bozon, Müller, Rod; Miranda, Verboon, Kneubuehler; Ignatavicius.

Fribourg-Gottéron: Waeber; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Johnson, Nemeth; Jecker; Bertschy, De la Rose, Richard; Sörensen, Schmid, Marchon; Hedlund, Taibel, Dorthe; Nicolet, Reber, Etter; Boppart.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Chanton und Untersander (beide verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Borgström, Glauser (beide verletzt) und Walser (krank).

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

5606 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Staudenmann, Bichsel/Gurtner. - Tore: 13. Segafredo (Jensen, Fritz) 1:0. 15. Gernat (Steiner, Egli) 1:1. 24. Lammer (Wetter, Jelovac) 2:1. 50. Kessler 2:2. 53. Wetter 3:2. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Rask; Corvi.

Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Ustinkov, Larsson; Pilut, Maier; Dufner, Capaul; Jelovac; Wetter, Dünner, Lammer; Fritz, Albrecht, Jensen; Hofer, Moy, Herzog; Labanc, Rask, Graf; Segafredo.

Davos: Aeschlimann; Andersson, Jung; Allard, Frick; Egli, Gernat; Van der Kaaij; Lemieux, Corvi, Nussbaumer; Kessler, Waidacher, Schreiber; Steiner, Jäger, Zadina; Parrée, Asplund, Tambellini; Frehner.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Zangger (verletzt), Davos ohne Gross und Ryfors (beide verletzt). Davos ab 58:16 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Zug 5:3 (0:2, 4:1, 1:0)

5368 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Arpagaus, Schlegel/Francey. - Tore: 14. Egli (Bengtsson, Gredig) 0:1. 16. Hofmann (Senteler, Diaz) 0:2. 23. Petrini (Noah Meier, Riikola) 1:2. 30. (29:05) Flavio Schmutz (Noah Meier, Eggenberger) 2:2. 31. (30:39) Kovar (Moverare, Bengtsson) 2:3. 32. (31:34) Bachofner (Noah Meier, Mathys) 3:3. 38. Allenspach (Eggenberger, Dahlen/Powerplaytor) 4:3. 55. Baltisberger (Allenspach) 5:3. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Pettersson; Rohrer.

SCL Tigers: Boltshauser; Noah Meier, Riikola; Kinnunen, Lehmann; Gian Meier, Baltisberger; Mathys; Bachofner, Björninen, Mäenalanen; Allenspach, Pettersson, Dahlen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Eggenberger; Petrini, Salzgeber, Wagner; Lapinskis.

Zug: Genoni; Diaz, Sklenicka; Bengtsson, Moverare; Schneller, Tobias Geisser; Stadler, Riva; Tatar, Kovar, Wingerli; Rohrer, Senteler, Hofmann; Gredig, Egli, Petrovic; Wey, Leuenberger, Antenen.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Erni (verletzt) und Petersson (krank), Zug ohne Kubalik, Künzle und Martschini (alle verletzt). Zug ab 57:21 ohne Torhüter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. September 2026 22:53
aktualisiert: 25. September 2026 22:53