Festival

Festival Fumetto zeigt poetische, satirische und engagierte Comics

1. März 2024, 11:00 Uhr
Die gezeichnete Geschichte ist die DNA des Fumetto Comic Festivals in Luzern. Vom 19. bis 17. März zeigt das Festival in der ganzen Stadt mit Dutzenden Ausstellungen die Bandbreite des zeitgenössischen Comic-Schaffens. (Archivbild)
© Keystone/ALEXANDRA WEY
Luzern steht vom 9. bis 17. März im Bann der gezeichneten Geschichten. Das Festival Fumetto bietet auch dieses Jahr Ausstellungen mit einer grossen Bandbreite an zeitgenössischem Comic.

Einen grösseren Auftritt hat am Fumetto die argentinische Künstlerin Constanza Giuliani mit ihrer Ausstellung «Was steckt im Körper der Poetin?» im Kunstmuseum Luzern. Sie verwandelt einen Ausstellungsraum in eine Landschaft. Ein Comic in Form eines Schmetterlingschwarms erzählt die Geschichte von Mariposa (Schmetterling).

Die 1984 geborene Giuliani hat die Figur Mariposa 2018 entwickelt, dies im Umfeld von Protesten gegen die Gewalt an Frauen. Ihre Ausstellung, eine Mischung aus Comic, Gemälde und Installation, geht den grundlegenden Fragen des Seins nach, wie es im Festivalprogramm heisst.

«Der endgültige Bildwitz»

Eine eigene Ausstellung hat am Fumetto das legendäre deutsche Satiremagazin «Titanic». Aktuelle Zeichnerinnen und Zeichner des Hefts, das den Untertitel «Das endgültige Satiremagazin» trägt, zeigen im B74 Raum für Kunst ihr Schaffen. Der Titel der Ausstellung heisst «Der endgültige Bildwitz».

Zu Fumetto gehören auch aktuelle politische Themen. Antoine Cossé, der etwa für die «New York Times» oder «The Guardian» zeichnet, ist im Ahoi mit Originalzeichnungen zu seiner Science-Fiction-Geschichte «Metax» zu sehen. Thema der Dystopie ist der Raubbau an der Natur.

Um Verantwortung gegenüber der Natur ging es auch im Fumetto-Wettbewerb zum Thema Fleisch. Über 1000 Einsendungen gingen ein. Die Gewinnerarbeiten und die Nominierten sind im Roten Haus zu sehen, alle Einsendungen sind digital verfügbar.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des 2023 zum letzten Mal vergebenen Comic-Stipendiums der Deutschschweizer Städte präsentieren ihr Schaffen in der Kunsthalle. «Xoxo» heisst die gemeinsame Schau von Iris Weidmann (Zürich), Nando von Arb (Zürich), Noémie Fatio (Biel) und Martin Oesch (Bern), deren Comic-Stile sich sehr unterscheiden.

Insgesamt präsentiert Fumetto dieses Jahr zehn Hauptausstellungen. Dazu kommen über 40 kleine Satellitenausstellungen, die in Schaufenstern, Quartiertreffpunkten, Hotels oder anderen öffentlich zugänglichen Orten zu sehen sind. Zu Fumetto gehören auch eine Serie «Specials» sowie weitere Veranstaltungen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. März 2024 11:00
aktualisiert: 1. März 2024 11:00