Die Hafenmole in Meilen wird notfallmässig verschoben
Ein 150 Tonnen schwerer Pneukran auf einem Ponton im Zürichsee versetzte am Dienstag die Mole, die die Boote im Hafen Obermeilen schützt, ein paar Meter in Richtung Rapperswil.
Grund für die Sofortmassnahme ist die anhaltende Trockenheit und der damit verbundene Pegelstand des Zürichsees. Dieser liegt derzeit bei 405,25 Meter und damit rund 22 Zentimeter unter dem bisherigen Niedrigwasserrekord von 1952.
Mole lag auf Pfahlstummel auf
Die Gemeinde habe den historisch tiefen Wasserstand laufend beobachtet, sagte der Meilemer Tiefbauvorstand Alain Chervet (FDP) auf Anfrage von Keystone-SDA am Dienstag. «Noch am 24. September sind wir davon ausgegangen, dass die Mole flächig auf dem Seegrund aufliegt.»
Doch Nutzer meldeten, dass die Mole wippe. Eine Unterwasserkameradrohne habe dann gezeigt, dass die Mole punktuell auf einem verbliebenen Stummel eines der drei früheren Pfähle des alten Dampfschiffstegs aus der Zeit vor 1981 aufsetze. Dadurch hätte die Mole beschädigt werden und Wasser eindringen können. Dann hätte die Mole innerhalb kürzester Zeit an Auftrieb verlieren und absinken können.
Boote mussten entfernt werden
Die Gemeinde Meilen beauftragte darum eine Wasserbaufirma, die Mole so schnell wie möglich zu sichern. Durch das Verschieben der Mole werden die Pfahlfundamente zugänglich gemacht und entfernt. Anschliessend wird die Schwimmmole wieder an ihrem ursprünglichen Ort installiert.
Damit die Arbeiten sicher ausgeführt werden konnten, mussten die Nutzer der Bootsplätze im Hafen Obermeilen ihre Boote kurzfristig umplatzieren.
Chervet hofft, dass die Arbeiten in drei bis vier Tagen abgeschlossen sein werden. Er rechnet mit Kosten von 7000 Franken pro Arbeitstag.