Automatisierte Grundstückschatzung bewährt sich im Kanton Luzern
Die Kantonsregierung hat am Dienstag ihren Wirkungsbericht zur Reform des Luzerner Schatzungswesens vorgelegt. Durch diese wird der Gebäudewert aus dem Gebäudeversicherungswert und der Landwert aus Marktdaten abgeleitet. Ein Augenschein des Schatzungsbeamten vor Ort ist in der Regel nicht mehr nötig.
In der Folge konnte der Kanton Luzern den Personalbedarf für das Schatzungswesen reduzieren. Die jährlichen Kosteneinsparungen würden sich auf 1,5 Millionen Franken belaufen, teilte der Regierungsrat mit.
Die weitgehend automatisierte Schatzung wird von den Grundeigentümern akzeptiert. Die Einsprachenquote sei seit der Einführung der neuen Methode spürbar gesunken, teilte der Regierungsrat mit. Er führt dies auf die grössere Transparenz der neuen Bewertung zurück.
Positiv vermerkte zudem die Kantonsregierung, dass der angestrebte Erhalt des Steuersubstrats erreicht worden sei. Die Katasterwerte seien gemäss den Berechnungen von Lustat Statistik Luzern im Zuge der Reform um 4,9 Prozent gestiegen, die Mietwerte um 1,4 Prozent.
Er ziehe insgesamt eine positive Bilanz aus der Reform, teilte der Regierungsrat mit. Einen unmittelbaren Handlungsbedarf gebe es nicht.
Der Kantonsrat dürfte den Wirkungsbericht im Januar 2027 behandeln.