Auch das Luzerner Stadtparlament lehnt Seilbahn-Initiative ab
Die Entscheidung des Stadtparlaments fiel an der Sitzung vom Donnerstag knapp aus: Mit 24 zu 20 Stimmen bei zwei Enthaltungen sprach es sich gegen die Initiative aus. Zuvor hatte die vorberatende Kommission nach Stichentscheid ihrer Präsidentin hauchdünn die Annahme empfohlen.
Die «Citylink»-Initiative sieht eine Verbindung vom Arbeitsgebiet Ibach über das Friedental und das Kantonsspital bis in die Luzerner Altstadt vor. Geplant sind eine oberirdische Seilbahn und ein unterirdischer Tunnel. Hinter der Initiative steht eine private Interessengemeinschaft, welche den Bau des Projekts für 150 bis 190 Millionen Franken selbst finanzieren will. Die Stadt müsste dafür allerdings die Rahmenbedingungen schaffen und soll Grundstücke vergünstigt im Baurecht abgeben.
Stadtrat ist klar dagegen
Die Stadtregierung hatte dem Anliegen Ende Juni eine klare Absage erteilt. Die Seilbahn sei «nicht notwendig, nicht zweckmässig und auch nicht verhältnismässig», sagte Mobilitätsdirektor Marco Baumann (FDP) vor den Medien.
Das Projekt soll laut den Initiantinnen und Initianten die Innenstadt vom Reisecar-Verkehr entlasten. Dazu soll ein neues Parkhaus in Ibach entstehen, wo die Reisecars halten sollen, statt ins Stadtzentrum zu fahren.
Nach Ansicht der Stadtregierung führe dies im Gegenteil zu Mehrverkehr statt einer Entlastung. Zudem würde eine Seilbahnstation in der Altstadt für ein grosses Personenaufkommen auf kleinem Raum sorgen, so die Argumentation des Stadtrats.
Die Volksabstimmung über die Initiative soll im Februar 2027 stattfinden. Gemäss dem Initiativ-Komitee ist das Projekt bis 2033 realisierbar.