Wetter

Zweiter Wintereinbruch überzuckert weite Teile der Schweiz

8. Januar 2024, 12:09 Uhr
An einigen Orten in der Schweiz hatten die Strassenunterhaltsdienste in der Nacht auf Montag viel zu tun. (Archivbild)
© KEYSTONE/DPA/ARMIN WEIGEL
Ein Kaltlufteinfall aus dem Osten hat in der Nacht auf Montag in mehreren Gebieten der Deutschschweiz für verschneite oder zumindest überzuckerte Felder gesorgt. Am meisten Schnee setzte es in den vergangenen 24 Stunden in Elm GL und Engelberg OW ab.

Dort fielen laut dem Wetterdienst Meteonews seit Sonntagmorgen 30 respektive 25 Zentimeter Neuschnee. Schnee gab es auch in Appenzell mit 15 Zentimetern, Kandersteg BE mit 10 Zentimetern und Delsberg JU mit fünf Zentimetern.

Nur eine leichte Schneeschicht verzeichneten laut SRF Meteo etwa Basel (2 Zentimeter innerhalb der letzten drei Tage), Luzern (2 cm) und Zürich-Fluntern (1 cm). In etlichen Gebieten der Schweiz liegt laut Meteonews-Karten weiterhin kein Schnee, so etwa in der Region Lausanne und um Neuenburg.

Die Luzerner Polizei meldete am Montagmorgen gleich mehrere Selbstunfälle auf teilweise schneebedeckten Strassen am Sonntag und Montag im Kanton. Drei Personen wurden verletzt.

Anfang Dezember schneite es stärker

Wie Meteorologe Michael Eichmann von Meteonews auf Anfrage sagte, war der Wintereinbruch vom Sonntagabend/Montagmorgen von den Schneemengen her nicht vergleichbar mit jenem von Anfang Dezember. Damals sorgten anhaltende Schneefälle an zahlreichen Orten der Schweiz für Verkehrsprobleme.

Vielerorts unterbrachen umstürzende Bäume den Bahn- oder den Strassenverkehr und am Flughafen Zürich-Kloten mussten angesichts von 15 Zentimeter Neuschnee zahlreiche Flüge annulliert werden.

Minus zehn Grad mit Windchill-Effekt

Vielerorts in der Schweiz gingen am Montagmorgen Schülerinnen und Schüler und Arbeitnehmende bei Minustemperaturen zur Schule oder zur Arbeit. Weil die Bise wehte, sorgte der sogenannte Windchill-Effekt vielerorts für gefühlte Temperaturen von etwa minus zehn Grad, wie Meteorologe Eichmann weiter sagte.

Gemeint ist mit dem Windchill-Effekt, dass der kalte Wind die Menschen tiefe Temperaturen als noch tiefer empfinden lässt. Bläst wie beispielsweise am Montagmorgen in Zürich die Bise mit einer Geschwindigkeit von 35 Stundenkilometer, beträgt die gefühlte Temperatur etwa minus zehn Grad, so Eichmann.

Da die Temperaturen in der Schweiz in den kommenden Tagen tief bleiben werden, hat die Stadt Genf ihren Plan «grosse Kälte» aktiviert. Sie öffnete am Montagabend für Bedürftige eine zusätzliche Notunterkunft mit 80 Plätzen in einer Zivilschutzanlage im Champel-Quartier. Dies für mindestens drei Nächte.

Gute Bedingungen am Lauberhorn

In tieferen Lagen der Schweiz dürfte laut Meteorologe Eichmann der Dienstag - auch unter Berücksichtigung des Windchill-Faktors- der kälteste Tag der Woche werden. In höheren Lagen hingegen wird es etwas milder.

Ab Wochenmitte prognostiziert Meteonews perfektes Wintersportwetter in den Bergen und beste Bedingungen für die Trainings und das Skirennen vom Samstag am Lauberhorn oberhalb von Wengen BE.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. Januar 2024 12:09
aktualisiert: 8. Januar 2024 12:09