Wetter

Wind bläst mit 100 Kilometern pro Stunde über Schweizer Mittelland

5. November 2023, 16:00 Uhr
Kühe stehen im Neuschnee am Freitag in St. Margrethenberg. Noch mehr Schnee fiel von Freitag bis Sonntagmittag im Wallis.
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Das Sturmtief «Domingos» hat für ein stürmisches Wochenende gesorgt. Am Samstag und Sonntag wurden zeitweise Windspitzengeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Westen der Schweiz gab es zudem grosse Niederschläge.

Föhnböen von bis zu 100 Kilometer pro Stunde wurden am Samstag gemessen, und am Sonntag gab es mit Südwestwind sogar Orkanböen. Auch im Mittelland wurden dabei hohe Werte festgestellt. So musste beispielsweise das Riesenrad an der Basler Herbstmesse am Sonntagnachmittag zwischenzeitlich den Betrieb einstellen.

Das Messnetz des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) zeigte am Sonntag kurz vor Mittag beispielsweise Windböen von bis zu 114,8 Kilometern auf dem Bantiger bei Bern an. Auf dem Üetliberg bei Zürich wehte der Wind mit bis zu 105,5 km/h.

In Grangeneuve bei Freiburg erreichte der Wind bis zu 93,6 km/h und in Egolzwil LU 83,9 km/h. Gefahren durch herumfliegende Gegenstände und Äste sowie stellenweise durch umstürzende Bäume drohten. Im südlichen Teil der Schweiz fielen die Böen deutlich weniger stark aus.

Stärkste Böen auf dem Moléson und den Jurahöhen

Die stärkste Böe wurde laut SRF Meteo am Sonntagmorgen auf dem Moléson im Kanton Freiburg mit 144 Kilometern pro Stunde verzeichnet. Auf den Jurahöhen betrug der Spitzenwert ebenfalls am frühen Sonntagmorgen 127 Kilometer pro Stunde. Am Sonntagnachmittag schwächte sich der Sturm deutlich ab.

Am Samstag gab es in den Alpen stürmischen Föhn. Am stärksten war der Föhn dabei in Altdorf mit 100 Kilometern pro Stunde, in Elm waren es 96 und in Meiringen 85 Kilometer pro Stunde. Stärker als der Föhn war aber zu diesem Zeitpunkt der Südweststurm auf dem Jura. Auf dem La Dôle, oberhalb von Genf, aber auch in Delsberg wurden 112 Kilometer pro Stunde gemessen, wie SRF Meteo weiter mitteilte.

Schneefälle im Wallis

In den Walliser und Berner Alpen fielen von Freitagabend bis Sonntagmittag grössere Niederschlagsmengen. Oberhalb von 1900 Metern fielen 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, lokal 50 bis 60 Zentimeter. In Zermatt gab es 17 Zentimeter Neuschnee, in Leukerbad 20 Zentimeter und auf dem Grossen St. Bernhard 36 Zentimeter.

Gemäss Angaben des Schnee- und Lawinenforschungsinstitutes (SLF) besteht im südwestlichen Wallis grosse Lawinengefahr, also Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala.

In den kommenden Tagen dürfte es lauf SRF Meteo windig weitergehen. Die Windstärke dürfte aber deutlich schwächer werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. November 2023 06:46
aktualisiert: 5. November 2023 16:00