Brauchtum

Wagemutige stürzen sich in Brissago TI in den Lago Maggiore

6. Januar 2024, 15:51 Uhr
Die Samichlaus-Mütze düfte wenigtens den Kopf gewärmt haben: Schwimmerin bei der «Nodada de la Befana».
© KEYSTONE/TI-PRESS/Alessandro Crinari
In Brissago TI hat am Samstag das traditionelle Schwimmen zum Dreikönigstag, die «Nodada della Befana», stattgefunden. Traditionsgemäss legten die Schwimmerinnen und Schwimmer eine rund 80 Meter lange Strecke zurück.

Die Wassertemperatur des Lago Maggiore betrug am Samstag rund 8 Grad. Das Online-Newsportal «Ticino Online» sprach in einer Meldung zu dem Anlass von Dutzenden Teilnehmenden, ohne eine genaue Zahl zu nennen.

Traditionsgemäss wurden die Wagemutigen von zahlreichen Schaulustigen angefeuert, wie das Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz RSI auf seiner Website schrieb.

Neoprenanzüge waren wie in den vergangenen Jahren nicht erlaubt. Die Teilnehmenden konnten sich jedoch eine warme Dusche gönnen - und allen wurde gemäss «Ticino Online» ein Glas Glühwein angeboten.

Legende einer gutmütigen Hexe

Der Name des Dreikönigsschwimmen bezieht sich auf die Legende von einer Hexe, eben der Befana. Gemäss einem alten Volksglauben war sie auf dem Weg zur Geburtskrippe von Jesus Christus. Da sie aber zu spät aufbrach und den Stern von Bethlehem verpasste, verirrte sie sich.

In einigen Tessiner Ortschaften streifen entsprechend am Dreikönigstag gutmütige Hexen umher. Mit ihren Besen «fliegen» sie von Haus zu Haus und verteilen den «lieben» Kindern Nüsse, Mandarinen und Süssigkeiten. «Böse» Kinder erhalten hingegen nur Kohlestücke.

Spuren hinterliess der Brauch am Samstag auch an eher unerwarteter Stelle. «Die Befana bringt Lara den fünften Podestplatz des Winters», überschrieb RSI die Meldung zum zweiten Platz der Skirennfahrerin Lara Gut-Behrami beim Riesenslalom in Kranjska Gora.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. Januar 2024 15:51
aktualisiert: 6. Januar 2024 15:51