Irak

US-Regierung verhängt weitere Sanktionen gegen Hamas und andere

22. Januar 2024, 19:42 Uhr
ARCHIV - Antony Blinken, Außenminister der USA, spricht während eines Treffens mit führenden Vertretern von Menschenrechtsbewegungen im Außenministerium. Foto: Alex Brandon/AP
© Keystone/AP/Alex Brandon
Die US-Regierung hat weitere Sanktionen gegen finanzielle Unterstützer der islamistischen Hamas verhängt. Das Aussenministerium und das Finanzministerium in Washington teilten am Montag mit, Ziel der Strafmassnahmen seien mehrere Personen und Einrichtungen, die im Gazastreifen Geldtransfers unter anderem aus dem Iran an die Hamas arrangiert hätten. Dabei gehe es auch um Transaktionen mit Hilfe von Kryptowährungen von den iranischen Revolutionsgarden an die Hamas.

Mit Strafmassnahmen belegte die US-Regierung ausserdem eine irakische Fluggesellschaft und deren Geschäftsführer wegen Unterstützung der iranischen Revolutionswächter und deren Stellvertretergruppen im Irak, in Syrien und im Libanon. Die Fluggesellschaft Fly Bagdad habe unter anderem bei Waffenlieferungen und dem Transport von Personal in der Region geholfen, hiess es. Ziel von Sanktionen wurden nach Angaben der US-Regierung auch mehrere Anführer einer mit dem Iran verbündeten Miliz im Irak sowie ein Unternehmen, das für diese Gruppe Geld gewaschen habe.

Als Folge der Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA gesperrt. US-Bürgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind Geschäfte mit den sanktionierten Firmen und Personen untersagt.

Die USA haben in den vergangenen Monaten seit dem 7. Oktober bereits mehrfach Sanktionen gegen die Hamas und andere Gruppen verhängt. An jenem Tag hatten Terroristen der Hamas das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels verübt. Auf israelischer Seite wurden dabei 1200 Menschen getötet worden. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive auf die Attacke. In dem Gaza-Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bislang mehr als 25 000 Menschen getötet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Januar 2024 19:42
aktualisiert: 22. Januar 2024 19:42