Trump lässt Wahlunterstützung für Netanjahu offen
Ein Termin für die Wahl zur Knesset steht noch nicht fest. Das Gesetz schreibt eine Durchführung bis zum 27. Oktober 2026 vor. Aktuellen Umfragen zufolge verfehlt die amtierende Regierungskoalition ihre parlamentarische Mehrheit.
Bei der Wahl 2019 zeigte sich der israelische Ministerpräsident noch auf riesigen Bannern gemeinsam mit US-Präsident Trump unter dem Slogan «Netanjahu – eine andere Liga».
In jüngster Zeit äusserte Trump in ungewohntem Masse öffentliche Kritik an Netanjahu. So bezeichnete er ihn als «sehr schwierigen Typen» und warf ihm fehlendes Urteilsvermögen vor. Er kritisierte auch das Vorgehen der israelischen Armee im Libanon.
Nach Informationen der Zeitung «Wall Street Journal» belasten diese Differenzen das Verhältnis der beiden Politiker zunehmend. Trumps Frustration über Netanjahu sei in den vergangenen Wochen zeitweise übergekocht, da er versucht habe, den Krieg mit dem Iran zu beenden, während der israelische Ministerpräsident darauf bedacht gewesen sei, den Kampf fortzusetzen, hiess es. Das Blatt zitierte einen hochrangigen Regierungsvertreter, dass Netanjahu in Telefonaten mit Trump in der Regel auf verstärkte Militäreinsätze dränge, und der US-Präsident davon mittlerweile genug habe.