Trotz 14 Millionen Dollar - Washingtons Pool ist wieder grün
US-Präsident Donald Trump hatte die Arbeiten persönlich vorangetrieben. Das Becken sei über Jahre schmutzig und unansehnlich gewesen, hatte er zuvor mehrfach betont. Im Zuge der Sanierung wurde der Boden mit einer dunkelblauen Beschichtung versehen, die Trump als «amerikanisches Flaggenblau» bezeichnete. Die Arbeiten sollten rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am 4. Juli abgeschlossen werden.
Das Innenministerium erklärte US-Medienberichten zufolge, die Algen seien bereits abgestorben und würden derzeit abgesaugt. Ursache seien Rückstände in Leitungen, die während der Bauarbeiten stillgestanden hätten. Dies sei seit Jahrzehnten ein wiederkehrendes Problem. Das Gewässer ist vergleichsweise flach, liegt in der prallen Sonne und erwärmt sich im Sommer stark. Bereits nach einer früheren Generalüberholung waren binnen weniger Wochen erneut Algen aufgetreten. Ein neues Wasseraufbereitungssystem soll das Becken künftig algenfrei halten.
Sanierung hat politische Brisanz
Die jüngste Sanierung hatte zuvor auch politisch für Diskussionen gesorgt. US-Medien berichteten, dass die Regierung die Aufträge ohne Ausschreibung an ausgewählte Unternehmen vergeben habe. Die Regierung begründete dies mit Zeitdruck vor den Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten.
Der Pool gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. Das rund 600 Meter lange Wasserbecken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Es bildete auch die Kulisse, vor der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. 1963 seine berühmte Rede «I Have a Dream» hielt.