Trockenheit macht den Wald zur Gefahrenzone
WIE GEHT ES DEM WALD?
Die Hitze und der fehlende Regen setzten den Wäldern in weiten Teilen der Schweiz zu, schreibt die Suva. Es würden vermehrt spontane Abbrüche von Ästen oder ganzen Baumkronen gemeldet - insbesondere aus Wäldern des Mittellands und des Jurabogens. Von Spontanabbrüchen betroffen sind gemäss Communiqué vor allem Buchen und andere Laubbäume. Durch die lang anhaltende Trockenheit würden Äste und Kronenteile an Stabilität verlieren und könnten teilweise ohne äussere Einwirkung abbrechen.
AUF WAS MUSS MAN IN WÄLDERN ACHTEN?
Die Gefahr sei nicht wirklich sichtbar, mahnt die Suva. Viele der betroffenen Bäume sähen oberflächlich gesund aus. Deshalb sei die Situation besonders tückisch. Das bedeute jedoch nicht, den Wald grundsätzlich zu meiden. Wer aber im Wald unterwegs sei, sollte aufmerksam bleiben, Warnhinweise beachten und sich nicht unnötig lange unter grossen Bäumen aufhalten. Bei Wind oder gar Sturm sei ein Verzicht auf einen Waldspaziergang angebracht.
WAS GILT FÜR FORSTARBEITEN?
Die Trockenheit hat gemäss Suva auch Auswirkungen auf die Holzernte. Die Trockenheit verändere auch für erfahrene Forstleute das Risikoprofil im Wald wesentlich. Um Unfälle zu vermeiden, empfiehlt die Suva eine sorgfältige Planung vor jedem Einsatz. Moderne Holzernteverfahren, bei denen man sich nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich befinde, könnten die Sicherheit erhöhen. Wo immer möglich, sollten deshalb spezielle mechanische Verfahren oder Methoden wie das «Fällen auf Distanz» eingesetzt werden.
Hobby- und semiprofessionellen Holzerinnen und Holzern empfiehlt die Suva, auf Holzerntearbeiten zu verzichten.