T-Shirt-Fund nährt Sorgen: Krokodil soll Kind getötet haben
Die Suche in einer abgelegenen Region des Northern Territory geht derweil weiter. Beamte sind rund um den Wasserlauf Mango Creek mit Booten und einem Hubschrauber im Einsatz. Polizeiminister Brent Potter hatte zuvor erklärt, dass es wohl keine Hoffnung mehr gebe, das Mädchen lebend zu finden und mittlerweile von einer Bergungsmission gesprochen werden könne. Die Familie und Freunde des vermissten Kindes seien «völlig verzweifelt», sagte Polizeisprecherin Erica Gibson.
Dem ABC-Bericht zufolge machte die Familie in dem Gebiet nahe der Aborigine-Gemeinde Nganmarriyanga Urlaub und war gerade im Wasser, als das Kind plötzlich verschwand. In unmittelbarer Nähe soll anschliessend ein Krokodil gesichtet worden sein.
Salties und Freshies
Nach Regierungsangaben gibt es im Northern Territory über 100.000 Salzwasserkrokodile - mehr als in jedem anderen Bundesstaat Australiens. Die Tiere, die auch «Salties» genannt werden, gelten als extrem aggressiv. In dem Gebiet gibt es auch Süsswasserkrokodile («Freshies»), die jedoch weniger gefährlich sind.
Durchschnittlich kommt es im ganzen Land zu zwei tödlichen Krokodilattacken pro Jahr. Erst im Juni hatten Mitglieder einer Aborigine-Gemeinde in der Region ein «Problemkrokodil», das sich zuvor immer wieder Tieren und Menschen genähert hatte, erschossen und gemeinschaftlich verspeist.