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Selenskyj: Zeitpunkt von Kriegsende hängt von globaler Hilfe ab

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Selenskyj: Zeitpunkt von Kriegsende hängt von globaler Hilfe ab

15. Juli 2023, 19:05 Uhr
Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist das Ende des Kriegs von der internationalen Unterstützung abhängig. Foto: Jae C. Hong/AP/dpa
© Keystone/AP/Jae C. Hong
Der Zeitpunkt des Endes des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hängt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew vom Ausmass der internationalen Hilfe ab. «Jetzt, da die Geschwindigkeit des Kriegsendes direkt von der globalen Unterstützung für die Ukraine abhängt, tun wir alles, um sicherzustellen, dass diese Unterstützung maximal intensiv und maximal gehaltvoll ist», sagte er am Samstag in seiner täglichen verbreiteten Videobotschaft in Kiew. Die Ukraine werde international auf allen Ebenen arbeiten, «um den Frieden im ganzen Land und für alle Menschen wieder herzustellen», sagte er.

«Wir können unsere Menschen, Städte und Dörfer nicht unter russischer Besatzung lassen. Wo immer russische Besatzung weiter besteht, regieren Gewalt und Erniedrigung», sagte Selenskyj. Er sei den internationalen Partnern dankbar für die Unterstützung des Landes. «Nur die komplette Befreiung des gesamten ukrainischen Gebiets wird es erlauben, dass die ganze Kraft einer auf internationalen Regeln basierenden Ordnung wiederhergestellt wird.»

Selenskyj empfing am Samstag auch den südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol zu dessen erstem Amtsbesuch in Kiew. Südkorea sei etwa bereit, der Ukraine bei der Wiederherstellung ihres Bildungssystems zu helfen, sagte Selenskyj. Er habe Südkorea auch eingeladen, Rehabilitationszentren zu errichten. Das Land hat viele Kriegsversehrte. Die Ukraine setze auf wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Südkorea, sagte Selenskyj. Das Land mit seiner schon vor dem Krieg maroden Infrastruktur brauche neue Energieanlagen, Bahngleise und Transportwege.

Yoon sagte nach Angaben des Präsidentenamtes in Kiew, dass Südkorea die Unterstützung der Ukraine fortsetzen werde etwa bei der Entminung von Gebieten, beim Wiederaufbau der Infrastruktur und des Unternehmertums. Der südkoreanische Staatschef hatte auch die wegen russischer Kriegsverbrechen bekannten Kiewer Vororte Butscha und Irpin besucht. Die russischen Truppen waren in dem Gebiet wenige Wochen nach ihrem Einmarsch in die Ukraine wieder abgezogen und hatten dort laut Behörden Hunderte Zivilisten getötet.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Juli 2023 19:05
aktualisiert: 15. Juli 2023 19:05