Rubio: USA und Indien vor Abschluss ihres Handelsabkommens
«Wir haben enorme Fortschritte erzielt», sagte US-Aussenminister Marco Rubio nach politischen Gesprächen mit seinem indischen Kollegen Subrahmanyam Jaishankar in Neu-Delhi. Er gehe davon aus, dass am Ende ein Abkommen zustande komme, das für beide Seiten vorteilhaft sei und den nationalen Interessen beider Länder gerecht werde.
Rubio nannte keinen konkreten Zeitrahmen für den Abschluss der Verhandlungen. Eine US-Delegation werde aber dazu bald in Indien eintreffen, sagte der Minister.
Bedeutender Partner
Für die USA ist Indien ein bedeutender strategischer Partner. Das Verhältnis war jedoch durch die Verhängung von Strafzöllen der USA gegen Indien während der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump stark belastet. Im Februar hatte Trump dann die Strafzölle, mit denen er indirekt Russlands milliardenschweren Ölhandel schwächen wollte, wieder gestrichen.
Überdies veröffentlichten beide Seiten den Rahmen für ein vorläufiges Handelsabkommen, das eine Reduzierung zusätzlicher Einfuhrzölle der USA auf indische Waren von 25 Prozent auf 18 Prozent vorsieht. Zeitweise hatten die USA auf Importe aus Indien Zölle in Höhe von 50 Prozent erhoben, einschliesslich der 25 Prozent wegen Handelsgeschäften des bevölkerungsreichsten Landes der Erde mit Russland.
Rubio verteidigte die Zollpolitik gegen Kritik. Trump habe nicht gesagt, «lasst uns einen Weg finden, um Reibereien mit Indien wegen des Handels herbeizuführen». Er habe kein Land bereist, in dem es nicht um Handelsprobleme gegangen sei, sagte der Minister. Rubio nimmt am Dienstag in Neu-Delhi an einem Aussenministertreffen des Quad-Sicherheitsdialogs teil. Ein Ziel der Gruppe, die die USA, Indien, Australien und Japan umfasst, ist es, einen freien und offenen Indopazifik zu gewähren.