Regierungstruppen töten Huthi-Kämpfer im Jemen
Al-Numan fügte hinzu, dass Drohnen des Militärkommandos von Tais zudem verschiedene militärische Ausrüstungsgegenstände ins Visier genommen hätten, die in den Verteidigungslinien der Huthi in der Provinz stationiert waren. In den Provinzen Marib und Al-Jawf hätten Regierungstruppen mit Artillerie und Drohnen umfangreiche Angriffe entlang der Frontlinien mit den Huthi durchgeführt, bei denen Dutzende Kämpfer getötet worden seien. Auch an der Westküste seien Artillerieangriffe auf Huthi-Ansammlungen durchgeführt worden, was Dutzende Tote und Verwundete zur Folge gehabt habe.
Auch Huthi greifen weiter an – Raketen und Drohnen auf Häfen
Zudem sagte al-Numan, die Huthi hätten den Hafen von Mokka in der Provinz Tais weiterhin mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Er bezeichnete die Angriffe als Versuch, die wirtschaftlichen Aktivitäten in dem strategisch wichtigen zivilen Hafen zu stören. Die Huthi äusserten sich nicht unmittelbar zu den Angaben des Regierungsvertreters bezüglich der Militäroperationen oder der Opferzahlen.
Im Jemen kämpft die international anerkannte Regierung gemeinsam mit Saudi-Arabien seit Jahren gegen die Huthi-Miliz. Diese hatte den Jemen, ein armes Land auf der Arabischen Halbinsel, 2014 förmlich überrannt und in einen Bürgerkrieg gestürzt. 2022 trat in dem Konflikt eine inoffizielle Waffenruhe in Kraft, kleinere Gefechte gab es allerdings weiterhin. Im Zuge des Iran-Kriegs ist dieser Konflikt aufs Neue eskaliert.
Ausgelöst wurde die jüngste Eskalation im Juli mit Luftangriffen in der von den Huthi kontrollierten jemenitischen Hauptstadt Sanaa, mit denen die international anerkannte Regierung im Jemen eigenen Angaben zufolge die Landung eines iranischen Flugzeugs auf jemenitischem Boden verhindern wollte. Die Huthi machten Riad verantwortlich und griffen Ziele in Saudi-Arabien an. Wenig später begannen sie auch wieder Attacken auf Schiffe im Roten Meer.