Proteste in Beirut nach Rahmenabkommen mit Israel
Die Hisbollah fühlt sich nicht an das Rahmenabkommen gebunden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu solle sich nicht darüber freuen, da es der libanesischen Regierung an verfassungsmässiger Legitimität und Autorität mangele, um dessen Bedingungen durchzusetzen, hatte Hassan Fadlallah, ein Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, dem libanesischen Nachrichtenportal Al Mayadeen gesagt. Das Abkommen könne nur durch einen von den USA unterstützten Bürgerkrieg durchgesetzt werden. Die Hisbollah will demnach an ihren Waffen festhalten und sich jeglichen Regierungsmassnahmen widersetzen, die sich aus dem Abkommen ergeben.
Zuvor hatte US-Aussenminister Marco Rubio mitgeteilt, der Libanon und Israel hätten sich im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die Vereinbarung sei ein erster Schritt in Richtung eines dauerhaften Friedens zwischen beiden Ländern, sagte er in Washington. Die Schiiten-Miliz nahm an den mehrere Tage dauernden Gesprächen in der US-Hauptstadt nicht teil und lehnt sie ab.