Schweden
Ölverschmutzung: Schweden durchsucht Ostsee-Tanker
ARCHIV - Die schwedische Polizei National Task Force (NI) und die Küstenwache sind auf dem Weg zu dem bereits geenterten Tanker «Sea Owl I», der vor der Küste Schwedens liegt. Foto: Johan Nilsson/TT News Agency via AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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Die schwedische Küstenwache hat einen mutmasslich zur russischen Schattenflotten gehörenden Tanker durchsucht. Die Besatzung steht im Verdacht, für eine grossflächige Mineralölverschmutzung in der Ostsee östlich von Gotland verantwortlich zu sein. Bei der Untersuchung habe sich herausgestellt, dass der Tanker, die «Flora 1», auf der Sanktionsliste der Europäischen Union stehe, teilte die Küstenwache mit. Der Flaggenstatus sei unklar.
Die «Flora 1» wurde den Angaben zufolge an einen Ankerplatz vor Ystad gebracht. Das Schiff sei von einem Hafen im Finnischen Meerbusen mit unklarem Ziel unterwegs gewesen. Die schwedische Staatsanwaltschaft leitete eine Voruntersuchung ein. Der Internetseite «Vesselfinder» zufolge, die Positionsdaten von Schiffen verfolgt, kam der Tanker vom russischen Hafen Ust-Luga.
Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die von den westlichen Alliierten im Verlauf des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen zu umgehen. Meist sind es ältere Tanker, bei denen ein höheres Risiko für Umweltverschmutzungen unter anderem durch undichte Öltanks besteht.