Nach Angriffsdrohungen: EU beruft russischen Vertreter ein
Die Aufforderung stelle «eine inakzeptable Eskalation» dar, schrieb eine Sprecherin der EU-Aussenbeauftragen Kaja Kallas auf der Plattform X. Die EU erhalte ihre diplomatische Präsenz und ihre Arbeit in Kiew aufrecht, bestätigte sie bei einer Pressekonferenz.
Nach dem massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt am Wochenende unter Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik hatte Moskau am Montag mit einer neuen schweren Attacke gedroht. Das russische Aussenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen.
Die Sprecherin des Auswärtigen Dienstes der EU sagte, das Vorgehen zeige erneut, dass Russland absolut nicht an Frieden interessiert sei und sämtliche Bemühungen um Friedensverhandlungen missachte. Die Angriffe seien leider tägliche Realität für die Ukraine, für Kiew und seine Bürgerinnen und Bürger.
Tatsächlich sei unter anderem auch die EU-Vertretung vor Ort getroffen worden. Die Sprecherin betonte, dass jegliche vorsätzlichen Angriffe auf Zivilisten und nichtmilitärische Ziele Kriegsverbrechen darstellten.