Müll-Lawine auf Philippinen: Zahl der Toten steigt
Die Einsatzkräfte suchten unter anderem mit einem Kran in den Abfall-Massen nach Lebenszeichen, sagte Archival. «Wir sind weiterhin im Rettungsmodus. Wir hoffen immer noch, dass wir Überlebende finden.»
Bei den Verschütteten handelt es sich grösstenteils um Beschäftigte der Deponie und der Recyclinganlage. Jedoch wurden auch mehrere einfache Wohnhäuser teilweise verschüttet. Laut Archival wurden bislang 18 Menschen mit verschiedenen Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.
Schweres Unglück bereits im Jahr 2000
Die Philippinen, ein riesiger Inselstaat mit mehr als 117 Millionen Einwohnern, kämpfen seit Jahren mit massiven Problemen bei der Abfallentsorgung. Offene Deponien gelten insbesondere in ärmeren Wohngebieten als Risiko. Im Juli 2000 geriet nach tagelangem Starkregen in einem Armenviertel von Quezon City im Grossraum Manila ein riesiger Müllberg ins Rutschen. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben, viele weitere Vermisste wurden nie gefunden.