Mindestens 33 Tote bei Angriff im Nordwesten Nigerias
Der Norden Nigerias sowie angrenzende Regionen im Zentrum des Landes sind seit Jahren von Gewalt durch bewaffnete Gruppen geprägt. Auch weitere Krisen in jeder Ecke des bevölkerungsreichsten Staats Afrikas mit mehr als 230 Millionen Einwohnern überdehnen die Kräfte des Militärs.
Mit IS verbundene Terrorgruppe gewinnt an Einfluss
Die USA entsendeten vergangene Woche 100 Soldaten in den Nordosten des Landes, um nigerianische Soldaten im Kampf gegen bewaffnete Gruppen auszubilden und technisch zu unterstützen.
Zuletzt wurden Angriffe immer häufiger der mit der Terrormiliz Islamischer Staat verbundenen Gruppe Lakurawa zugeschrieben. Sie gehört zu mehreren Gruppierungen, die sich seit Beginn des Aufstands der Miliz Boko Haram vor rund 15 Jahren gebildet haben. Beide fordern eine extreme Auslegung des Islams im Land, das etwa zur Hälfte von Muslimen und Christen bewohnt wird. Auch kriminelle Gruppen ohne religiöse oder politische Ziele verüben Gewalt.
Zu den schwersten Angriffen in jüngster Zeit zählt ein Überfall Anfang des Monats im Bundesstaat Kwara, bei dem rund 160 Menschen getötet wurden. Für die Tat wurden ebenfalls islamistische Extremisten verantwortlich gemacht.