Mindestens 31 Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan
Der Selbstmordattentäter habe vor dem Gebäudekomplex zunächst das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet, erklärte ein Polizeisprecher unter Berufung auf Augenzeugen. In dem Gemeindehaus habe der Attentäter dann einen Sprengstoffgürtel gezündet. Trotz der grossen Gewalt in Pakistans Grenzregionen gelten Anschläge in den Metropolen als selten.
Sorge vor noch höheren Opferzahlen
Die Sorge vor einer noch höheren Opferzahl war angesichts der vielen Verwundeten hoch. Viele befänden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, teilte ein Sprecher der Rettungskräfte mit. Rettungswagen eilten zum Anschlagsort. In einer Klinik in Islamabad wurde der Notstand ausgerufen, wie die pakistanische Zeitung «Dawn» berichtete.
In den vergangenen Jahren kam es in der Atommacht Pakistan wieder vermehrt zu Gewalt und Anschlägen. Am vergangenen Wochenende kamen bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und mutmasslichen Terroristen an verschiedenen Orten in der Unruheprovinz Baluchistan Dutzende Menschen ums Leben. In anderen Landesteilen verübte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Anschläge gegen Schiiten, die sie als Abtrünnige des Islams betrachten.
Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohnern des südasiatischen Landes dar.