Kiew stellt Kriegsgefangenen aus Kenia Heimkehr in Aussicht
Nach Darstellung von Sybiha kämpfen mindestens 1436 Bürger aus 36 afrikanischen Staaten auf russischer Seite gegen die Ukraine. Die meisten Söldner kämen schon beim ersten Kampfeinsatz in ukrainische Gefangenschaft, sagte er. Sie würden nach den Vorgaben des internationalen humanitären Rechts behandelt.
Selenskyj und Ruto sprachen über Söldner
Selenskyj hatte zuvor nach dem Telefonat mit Ruto nur mitgeteilt, dass beide das Thema ausländischer Kämpfer auf russischer Seite angesprochen hätten. Zur Freilassung der Kenianer äusserte er sich nicht.
«Ich habe Präsident Selenskyj gebeten, die Freilassung aller Kenianer aus ukrainischer Haft zu ermöglichen», teilte Ruto bei X mit. Eine Zahl nannte er nicht, sagte aber, dass Selenskyj der Bitte nachgekommen sei. Er wolle auch das Bewusstsein bei jungen Kenianern schärfen, dass solche Einsätze illegal und gefährlich seien.
Ukraine fordert Aufklärung in Afrika
Sybiha warf Russland vor, nicht nur Bürger afrikanischer Staaten, sondern auch anderer Länder mit verschiedenen Methoden für den Krieg anzuwerben. Einige würden mit Geld gelockt, andere wüssten nicht, worauf sie sich einliessen. «Einen Vertrag zu unterzeichnen, kommt einem Todesurteil gleich», warnte er. «Ausländische Bürger haben ein trauriges Schicksal in der russischen Armee.»
Sybiha forderte die Regierungen afrikanischer Staaten auf, mit öffentlichen Bekanntmachungen ihre Bürger aufzuklären und vor solchen Einätzen zu warnen. «Für Russland zu kämpfen in seinem Aggressionskrieg gegen die Ukraine ist illegal, unmoralisch und verletzt die Charta der Vereinten Nationen und das internationale Recht», sagte er.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg - und setzt dabei auch auf eine Fremdenlegion mit freiwilligen Kämpfern aus dem Ausland.