Grossbritannien

Kiew setzt Londons Zusagen mit US-Sicherheitspakt für Israel gleich

12. Januar 2024, 22:41 Uhr
dpatopbilder - Rishi Sunak (l), Premierminister von Großbritannien, umarmt Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, nach der Unterzeichnung von Dokumenten. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
© Keystone/AP/Efrem Lukatsky
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Besuch des britschen Premierministers Rishi Sunak Londons Hilfszusagen für Kiew mit den US-Sicherheitsgarantien für Israel verglichen. «Dieser Tag ist bereits in die Geschichte unseres Landes eingegangen: Heute haben wir ein Abkommen, ein Sicherheitsabkommen mit Grossbritannien, an dem wir lange gearbeitet haben», sagte Selenskyj am Freitag in seiner täglichen Videoansprache.

Viele hätten von den Sicherheitsvereinbarungen zwischen den USA und Israel gehört. «Jetzt haben wir ein solches Modell für unsere Zeit geschaffen.» Das gebe Zuversicht für den Abwehrkampf gegen Russland, so der 45-Jährige.

Das Ziel bleibe weiterhin der Nato-Beitritt zur eigenen Sicherheit. Doch als Zwischenschritt arbeite die Ukraine an Sicherheitsgarantien der grossen westlichen Wirtschaftsmächte (G7) auf bilateraler Ebene. Das Abkommen mit Grossbritannien sei der erste Schritt dazu, lobte Selenskyj. London habe nicht nur für das laufende Jahr 2,5 Milliarden Pfund (2,9 Milliarden Euro) an Militärhilfen zugesagt, sondern für die gesamte Dauer des Abkommens - laut dem Staatschef zehn Jahre - dauerhafte Unterstützung bei Waffen und der Entwicklung der ukrainischen Rüstungsproduktion versprochen.

Selenskyj ging in seiner Ansprache auch auf ein Treffen mit der US-Sonderbeauftragten für die wirtschaftliche Erholung der Ukraine, Penny Pritzker, ein: Dabei seien die Bedürfnisse Kiews detailliert besprochen worden. «Wir warten sehr auf die Entscheidung des Kongresses zur weiteren Unterstützung der Ukraine», mahnte er. Die USA sind der wichtigste Waffenlieferant der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Zuletzt hatte der US-Kongress allerdings die Waffenhilfen des Weissen Hauses wegen innenpolitischer Querelen lahmgelegt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Januar 2024 22:41
aktualisiert: 12. Januar 2024 22:41