News
International

Juwelen-Coup in Wien: Fahndung nach bewaffneten Tätern

Österreich

Juwelen-Coup in Wien: Fahndung nach bewaffneten Tätern

28. August 2026, 13:40 Uhr
HANDOUT - Ein Diamantcollier aus dem Museum für angewandte Kunst (MAK) in der Wiener Innenstadt. Foto: Unbekannt/LANDESPOLIZEIDIREKTION WIEN/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
© Keystone/LANDESPOLIZEIDIREKTION WIEN/Unbekannt
Nach dem aufsehenerregenden Juwelen-Coup in einem Wiener Museum wird in Österreich und international nach den zwei Tätern gefahndet.

Die Männer konnten wohl mit dem Diamantcollier im Millionenwert entkommen, weil einer von ihnen eine mutmasslich echte Schusswaffe trug, wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

Die Männer schlugen demnach im Museum für angewandte Kunst (MAK) eine Vitrine mit einem Hammer ein, nahmen das Werk des Pariser Luxusjuweliers Van Cleef & Arpels an sich und flüchteten in die Richtung des nahe gelegenen Stadtparks. Nach Angaben des Museums kamen keine Personen zu Schaden. Derzeit würden Spuren und Überwachungsvideos ausgewertet sowie Zeugen befragt, hiess es von der Polizei.

Halsschmuck mit königlicher Vergangenheit

Die Polizei bestätigte am Tag nach dem Coup, dass es sich bei dem Halsschmuck um Juwelen aus dem ehemaligen Besitz der ägyptischen Königin Nasli handelt.

Laut Angaben aus dem Museum stammt das Stück aus dem Jahr 1939 und ist aus Platin und 673 Diamanten gefertigt. Die Edelsteine haben demnach ein Gewicht von mehr als 200 Karat. Im Jahr 2015 erzielte das Stück bei einer Versteigerung in New York knapp 4,3 Millionen Dollar, wie aus der Datenbank des Auktionshauses Sotheby's hervorgeht.

Das MAK präsentiert derzeit in einer Ausstellung Hunderte Schmuckstücke von Van Cleef & Arpels. Der räuberische Diebstahl wurde am Donnerstagnachmittag während der regulären Öffnungszeit verübt. Laut der Polizeisprecherin waren wohl auch Besucher und Sicherheitsleute im Raum, als die Vitrine zerstört wurde. Es sei verständlich, dass sich das Wachpersonal dem bewaffneten Täter nicht in den Weg gestellt habe, sagte sie.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. August 2026 13:40
aktualisiert: 28. August 2026 13:40