In Graubünden wurden bis Ende Oktober 19 Wölfe erlegt
Im Oktober kamen somit zwei Abschüsse dazu. Beide betrafen das Frisal-Rudel, welches in der Region Surselva unterwegs ist. Gemäss Arno Puorger vom Amt für Jagd und Fischerei kann die Frage, ob sich die Regulationszahlen im erwarteten Rahmen bewegen, nicht abschliessend beantwortet werden, «weil uns Erfahrungen und Vergleichswerte fehlen», wie er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ausführte.
Es gebe beispielsweise verschiedene Gebiete, in denen sich erstmals ein Rudel etabliert habe. «Hier fehlen Erfahrungswerte hinsichtlich der Umsetzung der Regulation im entsprechenden Gebiet.» Das Ziel sei es, die Regulation vollständig und korrekt zu vollziehen.
Im September sei die Regulation unter anderem wegen der korrekten Ansprache der Tiere einfacher, «weil die zu regulierenden Jungwölfe zu dieser Zeit noch bedeutend kleiner sind als die adulten Wölfe», erklärte Puorger. Als Ansprache wird die Identifizierung und Beurteilung des Tieres vor der Schussabgabe bezeichnet. Dagegen könne das Auffinden der zu regulierenden Wölfe im September schwieriger sein als im Winterhalbjahr, «da sie dann das gesamte Streifgebiet nutzen».