ICE-Beamter schiesst in New York auf Mann und verletzt ihn
«Der Mann ist am Leben und befindet sich in einem örtlichen Krankenhaus», schrieb das US-Heimatschutzministerium auf der Plattform X. Der Mann habe bei dem Einsatz festgenommen werden sollen.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani teilte mit, ersten Berichten zufolge hätten Einsatzkräfte das Auto des Manns, in dem auch ein fünfjähriges Kind war, umringt. Dann seien mehrere Schüsse abgegeben worden. Das Kind blieb nach bisherigem Kenntnisstand körperlich unverletzt.
Der Vorfall trug sich am Nachmittag (Ortszeit) in einem Wohnviertel in der Millionenstadt zu. Das US-Heimatschutzministerium schrieb, der Mann sei Ausländer, wegen schweren Diebstahls verurteilt und in der Vergangenheit mehrfach verhaftet worden.
Mamdani: «Schafft ICE ab»
Mamdani nannte den Vorfall «nicht zu rechtfertigen und ausserordentlich ernst». Er habe US-Präsident Donald Trump angerufen. «Wenn wir sprechen, werde ich fordern, dass er alle ICE-Einsätze in unserer Stadt einstellt. Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte unsere Gemeinden terrorisieren», schrieb Mamdani in der Mitteilung, die mit den Worten «Schafft ICE ab» endet.
Trump rühmt sich gerne mit seinem sehr harten Kurs gegen Migranten. Er fordert Massenabschiebungen und setzt dabei vor allem auf die umstrittene Bundesbehörde ICE, deren Beamte Razzien und Festnahmen übernehmen. Besonders viel Kritik und landesweite Proteste gab es Anfang des Jahres, nachdem Schüsse von Bundesbeamten im Bundesstaat Minnesota zwei US-Amerikaner getötet hatten.