Israel

Hamas-Behörde: Weitere 162 Tote im Gazastreifen - Heftige Kämpfe

5. Januar 2024, 15:21 Uhr
Ein Palästinenser inspiziert ein beschädigtes Haus nach einem israelischen Luftangriff im südlichen Gazastreifen. Foto: Abed Rahim Khatib/dpa
© Keystone/dpa/Abed Rahim Khatib
Bei den anhaltenden schweren Kämpfen der israelischen Armee gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen sind binnen 24 Stunden weitere 161 Menschen getötet und 296 verletzt worden.

Wie die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte, stieg die Zahl der seit dem blutigen Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober in dem Küstenstreifen durch Gegenangriffe Israels getöteten Menschen auf 22 600 und die der Verletzten auf 57 910.

Augenzeugen im südlichen Gazastreifen berichteten am Freitag von weiter schweren Gefechten in der Gegend der Stadt Chan Junis. Ständig seien schwere Detonationen und Schüsse aus leichten Waffen zu hören, berichtete ein dpa-Mitarbeiter. Die israelischen Truppen würden weiter in die Flüchtlingslager Nuseirat, Bureidsch und Maghasi vordringen.

Bewohner seien mit Eselskarren auf der Flucht Richtung Rafah und in andere Teile von Chan Junis sowie nach Deir al-Balah, hauptsächlich zu Orten, die von der israelischen Armee als sichere Gebiete angegeben worden waren. Lebensmittel seien knapp und viele Menschen hätte nur noch prekäre Unterkünfte aus Plastikplanen.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe bei Bureidsch und in Chan Junis mehrere Abschussrampen für Raketen zerstört, mit denen Israel beschossen werden sollte. Auch Kampfjets hätten in die Gefechte eingegriffen, bei denen eine ungenannte Zahl von Gegnern getötet worden sei. Seit Donnerstag seien im Gazastreifen insgesamt mehr als 100 Ziele angegriffen worden.

Auslöser des Gaza-Kriegs war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zu Gaza verübt hatten. Sie ermordeten dabei mehr als 1200 Menschen. Israel reagiert seither mit schweren Luftangriffen und seit dem 27. Oktober auch mit einer massiven Bodenoffensive.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Januar 2024 15:21
aktualisiert: 5. Januar 2024 15:21