Grönland widerspricht Trump: Keine massiven Öl-Erkundungen
Trump hatte in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social gepostet, dass massive Erkundungen von Öl-, Gas- und Mineralvorkommen in Grönland kurz vor dem Start stünden. Die zu Dänemark gehörende Arktisinsel bezeichnete er dabei als «unser neues und wunderschönes Grönland». Der US-Präsident behauptete dabei auch, dass es Experten gebe, die davon ausgingen, dass die Menge an leicht erschliessbarem Öl in Grönland weitaus grösser sei als in fast jedem anderen Gebiet der Welt. Tatsächlich gilt die Rohstoffgewinnung auf der Insel seit langem als schwierig.
Der US-Präsident scheint aktuell immer wieder bemüht, Sorgen seiner Landsleute angesichts gestiegener Energiepreise zu adressieren. Rund drei Wochen vor den wichtigen Kongresswahlen setzen ihn und seine Republikaner besonders die infolge seines Iran-Kriegs gestiegenen Spritpreise unter Druck.
Grönland-Abkommen erwähnt Öl und Gas nicht explizit
Die USA, Dänemark und Grönland hatten im September ein Abkommen für eine vertiefte Sicherheitspartnerschaft unterzeichnet. Es beendete zumindest vorläufig einen Streit um die Arktisinsel, den Trump mit Annexionsdrohungen selbst vom Zaun gebrochen hatte. Die Vereinbarung modernisiert und ergänzt ein bereits seit 1951 bestehendes Verteidigungsabkommen der Dänen mit den USA.
Öl- und Gas werden in dem Abkommen laut dem vom Weissen Haus veröffentlichten Text nicht explizit erwähnt, dort ist allerdings von Zusammenarbeit bei Mineralien sowie allgemein von Zusammenarbeit bei der wirtschaftlichen Entwicklung die Rede.