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Gesundheitsrisiko durch verwesende Opfer in Nepal befürchtet

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Gesundheitsrisiko durch verwesende Opfer in Nepal befürchtet

29. August 2026, 16:20 Uhr
In Devighat, im nepalesischen Distrikt Nuwakot, sind nach den Sturzfluten vom 26. August beschädigte Häuser zu sehen, die mit Schlamm und Trümmern gefüllt sind. Foto: Rajesh Kumar Singh/AP/dpa
© Keystone/AP/Rajesh Kumar Singh
Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nepal und Tibet erschwert der Zustand der geborgenen Leichen zunehmend die Identifizierung der Opfer. Von 233 im Distrikt Chitwan an der Grenze zu Indien geborgenen Toten konnten bislang lediglich vier identifiziert werden, wie die dortige Bezirksverwaltung mitteilte. Viele der Opfer waren durch die Wucht der Flut viele Kilometer mitgerissen worden.

Die Leichen und menschlichen Überreste verwesten zunehmend, sagte der zuständige Bezirksbeamte Ganesh Aryal. Gesundheitsexperten warnten deshalb vor einem möglichen Risiko für die öffentliche Gesundheit. Die Behörden ordneten nun an, vor der Bestattung jeweils DNA-Proben von den Toten und gefundenen Überresten zu nehmen und nicht identifizierte Opfer dann an einem Ort im nepalesischen Devghat beizusetzen. Die Entscheidung sei bei einem Treffen der zuständigen Behörden gefallen, teilte die Bezirksverwaltung mit.

Unabhängig von den von Leichenteilen stammenden Erregern steigt in den Überflutungsgebieten das Risiko etwa für Durchfallerkrankungen. Überschwemmungen können Abwässer und Fäkalien in Trinkwasserquellen spülen, Latrinen können beschädigt, Kläranlagen überflutet sein. In Notunterkünften und provisorischen Camps kann es an Hygiene mangeln.

Eine häufig bei solchen Naturkatastrophen verstärkt auftretende Krankheit ist die Cholera, verursacht vom Bakterium Vibrio cholerae.

Quelle: sda
veröffentlicht: 29. August 2026 16:20
aktualisiert: 29. August 2026 16:20